Pressemeldung

24.02.2011 - Zu dem am 24. Februar 2011 im NDR veröffentlichten Beitrag "Pharmaziegroßhändler im Fokus der Ermittler" nimmt GlaxoSmithKline Deutschland wie folgt Stellung

Der Bericht von NDR Info enthält die Vermutung, dass die betroffenen HIV-Medikamente aus dem Hause GlaxoSmithKline für das Ausland bestimmt waren und dass durch einen Reimport angeblich extrem hohe Gewinnmargen erreicht wurden. Bei den Darstellungen in dem Bericht handelt es sich um reine Spekulationen. An diesen werden wir uns nicht beteiligen, solange es keine konkreten Hinweise darauf gibt, auf welchem illegalen Weg die Tabletten nach Deutschland gekommen sind. GlaxoSmithKline (GSK) hat ein großes Interesse an der Aufklärung des dargestellten Sachverhalts, da Arzneimittelfälschungen schwerwiegende Folgen haben können. Daher stehen wir in engem Austausch und kooperieren mit den zuständigen Ermittlungsbehörden.

GSK monitoriert kontinuierlich alle pharmazeutischen Reklamationen und Meldungen zu unerwünschten Ereignissen für alle seine Medikamente. Im August 2009 wurden wir über eine mögliche gefälschte einzelne Packung des HIV-Medikaments Combivir® informiert. Durch ausführliche Vergleichsuntersuchungen wurden die Umverpackung, die Gebrauchsinformation (Beipackzettel) sowie der Blister als Fälschung identifiziert. Gefälschte Tabletten wurden bis heute nicht gefunden. Daraufhin wurde die Charge R343741 des HIV-Medikaments Combivir bereits am 25. August 2009 vorsorglich im pharmazeutischen Großhandel und bei den Apotheken zurückgerufen.

Die Sicherheit der Patienten steht für GSK an erster Stelle. Jeder Verdachtsfall einer Arzneimittelfälschung wird sehr ernst genommen. Deshalb haben wir umgehend alle entsprechenden Schritte zur Sicherstellung der öffentlichen Gesundheit eingeleitet: GSK hat in Absprache mit der zuständigen Landesbehörde bereits den pharmazeutischen Großhandel und die Apotheken über den aktuellen Sachverhalt benachrichtigt und über den entsprechenden Ablauf der Chargenrückrufe informiert. Großhändler und Apotheken, die ihre Ware direkt bei GSK bestellt haben, können sicher sein, dass sie authentische Originalware erhalten haben. Ärzte und Patientenorganisationen wurden ebenfalls informiert, um eine Patientenverunsicherung zu vermeiden.

Da das Ermittlungsverfahren derzeit noch läuft, können wir in diesem Stadium leider keine weiteren Auskünfte darüber hinaus erteilen. So lässt sich z.B. die Schadenshöhe für das Unternehmen erst errechnen, wenn das gesamte Ausmaß der Fälschungen bekannt ist. Auch deshalb sind wir auf den Ausgang des Verfahrens angewiesen.

Wir möchten Sie an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass sämtliche Zulassungsrechte der auf dem Markt befindlichen HIV-Medikamente im Oktober 2010 von den bisherigen Eignern GlaxoSmithKline (GSK) und Pfizer auf ViiV Healthcare übertragen wurden. ViiV Healthcare ist ein globales auf HIV spezialisiertes Unternehmen, das von GlaxoSmithKline und Pfizer gegründet wurde und sich der Aufgabe widmet, Fortschritte auf dem Gebiet der Therapie und Versorgung von HIV-infizierten Menschen zu erzielen. Ziel ist es, sich stärker als je ein Unternehmen zuvor in allen Aspekten von HIV/AIDS zu engagieren und neue Ansätze zu finden, um neue wirksame HIV-Therapien zu entwickeln und die von HIV betroffenen Menschen zu unterstützen. Weitere Informationen zu Firma, Management, Portfolio, Pipeline und Engagement finden Sie unter www.viivhealthcare.com.


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