Der glückliche Gewinner Dr. Storre (Mitte) freut sich über sein GSK-Forschungsstipendium
v.r.n.l.: Prof. Carl-Peter Criée (Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga), Dr. med. Jan Henrik Storre (Preisträger), Dr. Markus Michael Müller (Senior Medical Advisor)
Pressemeldung
30.03.2012
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– Forschungsstipendium von GlaxoSmithKline für Studie zu Bedeutung von Schulungsfilmen in der inhalativen Therapie
Kann ein Schulungsfilm1 zum richtigen Inhalieren Patienten so gut anleiten, dass sie für die Handhabung von Inhalatoren genauso fit sind wie nach einem ärztlichen Beratungsgespräch? Dieser Frage möchte Dr. med. Jan Hendrik Storre von der Lungenklinik Merheim nachgehen und erhält dafür das diesjährige GlaxoSmithKline-Forschungsstipendium für Atemwegserkrankungen.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde gestern im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Nürnberg verliehen. Prof. Prof. Dr. Carl-Peter Criée, Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga, und Dr. Markus Michael Müller, Senior Medical Advisor Pneumologie bei GlaxoSmithKline, gratulieren dem Gewinner des Stipendiums sehr herzlich.
Herr Storre wird sich in seiner Arbeit mit der Frage beschäftigen, wie die immer noch vorhandene Fehlerquote in der Handhabung verschiedener Inhalatoren verbessert werden kann – stellt die richtige Anwendung doch eine entscheidende Säule der inhalativen Therapie dar. Handhabungsfehler führen laut aktueller Studienergebnisse beispielsweise zu einem höheren Risiko für eine Einweisung in die Notaufnahme und zur Notwendigkeit von Krankenhausaufenthalten2. Die Ergebnisse zeigten ebenfalls, dass eine fehlende oder unzureichende Einweisung in die Inhalationstechnik durch Ärzte und medizinische Fachkräfte mit einem erhöhten Risiko für Handhabungsfehler bei Inhalatoren im Alltag einhergeht.
Ziel des Projektes ist es zu prüfen, ob solche Handhabungsfehler reduziert werden können, indem entweder ein qualifiziertes ärztliches Beratungsgespräch oder ein Schulungsfilm zum Einsatz kommt. Es soll untersucht werden, ob Filmmodule, die auf den jeweiligen Inhalator und der damit verbundenen Inhalationstechnik zugeschnitten sind, einem ärztlichen Beratungsgespräch gleichwertig sind oder sogar bessere Ergebnisse erzielen können. In die Studie werden über 130 COPD-Patienten eingeschlossen, die bereits mit einem Dosieraerosol oder einem Trockenpulver-Inhalator behandelt werden. Sie werden per Film oder Gespräch zur richtigen Handhabung beraten. Anhand einer Checkliste zur richtigen Durchführung der Inhalationstechnik wird der Lernerfolg überprüft. Ist ein Schulungsfilm gleichwertig zu einer ärztlichen Schulung, kann dieses moderne Hilfsmittel wertvolle Unterstützung in der ärztlichen Beratung und Betreuung von Patienten, die eine inhalative Therapie erhalten, bieten.
Bilder Downloads:
Quellen
1 www.atemwegsliga.de/richtig-inhalieren.html
2 Melani AS et al, Respir Med 2011; 105:930-8
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