- Auf einen Blick
- Historie
- Standorte
- GSK-Stiftung
- Wissenschaftspreise
- Publizistikpreise
- Frühere Preisträger
- Reise-Stipendien
- GSK-Stiftungs-Symposium
- Stiftungsorgane
- Ausschreibung 2011
- Antragsformular/Kontakt
- Preise & Stipendien
- Forschungsstipendium Atemwegserkrankungen
- Forschungsstipendium Kardiologie
- Hellmut-Mehnert-Preis
- Parkinson Forschung
- pina-Stipendium
- Wolfgang Mauermayer-Preis
- Mediathek
Die Geschichte von GSK
Die Geschichte von GlaxoSmithKline reicht bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück.
Bitte nutzen Sie die untere Zeitleiste, um mehr über GSK zu erfahren.
Bitte klicken Sie hier für eine Flash freie Version.

Das Geschäft betreibt er zunächst mit seinem Schwager John Gilbert. Als dieser sich zurückzieht, übernimmt sein jüngerer Bruder George dessen Aufgaben. Es dauert nicht lange und der Großhandel der beiden Brüder entwickelt sich zu einem bedeutenden Unternehmen.
Thomas Beecham ist der Gründer des Beecham-Unternehmens. Der Sohn eines Bauern kommt 1820 im englischen Oxfordshire zur Welt. Im Alter von acht Jahren beginnt er als Schafhüter zu arbeiten. Dabei macht er eine wichtige Endeckung: Beecham beobachtet, dass die Tiere bestimmte Gräser bevorzugen. Er beginnt die Wirkung der Kräuter systematisch zu untersuchen und erkennt bald darauf deren Potential. Daraufhin beschließt Beecham seine Arbeit aufzugeben und zieht ins nordenglische Wigan. Im Jahr 1842 besitzt er seinen eigenen Laden und beginnt mit dem Verkauf der Beecham-Pillen. Das Geschäft mit dem Abführmittel läuft so gut, dass er sich bald vor allem auf die Herstellung und englandweite Vermarktung konzentriert.

In diesem Jahr schließt Beecham seinen Laden in Wigan und zieht ins nahe gelegene St. Helens. In der kleinen Industriestadt richtet er seine erste, größere Fabrik ein. Beecham tüftelt dort wichtige, neue Produktionsmethoden aus. Das war ein notwendiger Schritt, denn sein Absatzmarkt reicht inzwischen bis Afrika und Australien.
Mahlon Kline beginnt mit nur 19 Jahren seine Arbeit als Buchhalter bei Smith and Shoemaker, dem Nachfolger von John K. Smith & Co.
Kline erweist sich als wissbegieriger und ehrgeiziger junger Mann. Schnell sucht er sich weitere Aufgaben und arbeitet zusätzlich als Verkäufer. Kline ist so erfolgreich, dass er den Kundenkreis innerhalb weniger Jahre erheblich erweitern kann. Um sein Wissen in allen Bereichen zu vertiefen, besucht Kline verschiedene Kurse an der Universität von Philadelphia. Dabei konzentriert er sich auf die Medizin und Pharmazie.
Die Geschichte von Glaxo startet mit Joseph Nathan. Der Sohn eines Londoner Schneiders war 1853 im Alter von 17 Jahren nach Australien ausgewandert. Nach einigen Jahren zieht es ihn nach Neuseeland, um im Handelsunternehmen seines Schwagers mitzuarbeiten. Der macht ihn auch bald zum gleichwertigen Partner. Doch 1873 lösen beide diese Verbindung und Joseph Nathan gründet seinen eigenen Betrieb. Die starken Handelsbeziehungen zum Vereinigten Königreich bleiben allerdings bestehen, so dass Nathan schon drei Jahre später ein Büro in London eröffnet.
Für den Familienbetrieb erweist sich die in der neuseeländischen Molkerei hergestellte Magermilch als wichtigster Baustein für den geschäftlichen Durchbruch. Der Betrieb ist jedoch mit mehreren Produkten erfolgreich. So beliefert die Joseph Nathan Company das Vereinigte Königreich seit Jahren mit Butter. Darüber hinaus produziert Joseph Nathan ein spezielles Milchpulver, das in großen Mengen u.a. an das Militär verkauft wird.
Als die Wissenschaft die positive Wirkung von Milchpulver als Babynahrung erkennt, ändert Nathan den Namen und nennt es fortan Glaxo. Diesen Markennamen lässt er 1906 schützen. Um das neue Produkt bestmöglich zu vermarkten, schickt er den jüngsten seiner drei Söhne, Alec, zurück nach England. Erst um 1911 setzt sich Milchpulver allerdings aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse als bessere Alternative in der Baby-Ernährung durch.
Der ehrgeizige und engagierte Kline erweitert das Unternehmen so nachhaltig, dass Smith und Shoemaker zum größten pharmazeutischen Unternehmen in der Region um Philadelphia aufsteigen. Die Produktpalette umfasst jetzt ein breites Spektrum an Basismedikamenten. Um seine Leistung zu honorieren, heißt das Unternehmen ab 1875 SmithKline& Company.
Henry Wellcome kommt 1853 auf einer sehr fortschrittlich orientierten Farm im Mittleren Westen Amerikas auf die Welt. Von Kindesbeinen an beeinflusst ihn vor allem sein Onkel, der als Arzt auch eine kleine Apotheke betreibt.
Nach dem Abschluss in Pharmazie an der Universität von Philadelphia beginnt er seine Karriere bei McKesson und Robbins - ein zu jener Zeit bedeutendes Pharmaunternehmen. Seine Arbeit als Verkaufsrepräsentant führt ihn lang und oft nach Südamerika. Dort studiert er vor allem die Chinarinde-Wälder sowie die Produktion von Chinin. Diese Kenntnisse sind der Grundstein für seinen späteren geschäftlichen Erfolg.
Silas Burroughs, ein in London lebender Freund und Apotheker lädt Wellcome nach England ein, um über mögliche geschäftliche Verbindungen nachzudenken. Die Idee ist einfach: Sie wollen amerikanische Medikamente im Vereinigten Königreich verkaufen.
Im Jahr 1880 gelingt es, die Partnerschaft zu formalisieren: Die Burroughs Wellcome Company wird gegründet. Dank des charismatischen und ideenreichen Verkäufers Wellcome floriert das Geschäft schnell. Wellcome nutzt geschickt alle Möglichkeiten der Werbung, organisiert medizinische und wissenschaftliche Konferenzen und lässt 1884 seine komprimierten Arzneien in Tablettenform unter dem Namen "Tabloid" registrieren. Die Firma expandiert in alle Welt. Die Partnerschaft der beiden endet allerdings abrupt nach 15 Jahren mit dem Tod Burroughs. Wellcome führt das Geschäft jetzt allein fort und bereist die ganze Welt. Mit den dabei gewonnen Erkenntnissen trägt er viel zum medizinischen und pharmazeutischen Fortschritt in diesen Jahren bei. Im Laufe der Zeit allerdings verschieben sich seine Interessen. Er widmet sich stärker seiner Leidenschaft für die Wissenschaft und die Archäologie. Seine gesammelten Objekte werden zum Zentrum eines international berühmten Museums über die Geschichte der Medizin.
Abenteurer, Entdecker, Pioniere der Luftfahrt, Seefahrer und sogar Mitglieder des britischen Königshauses gehören zu den Nutzern der neuen Medikamente in Tablettenform.
Die mit Tabletten gefüllten Boxen sind das Ergebnis der Arbeit von Henry Wellcome. Der Entdecker Sir Henry Stanley ist der erste, der sie für seine Reisen nach Afrika im späten 19. Jahrhundert mit auf den Weg nimmt. Auch Exkursionsgruppen in die Antarktis und in das Everest-Gebirge verwenden eigens hierfür entwickelte Präparate.
Die arktischer Kälte und äquatorialer Hitze resistenten Tabletten fördern auf Jahre hinaus den Verkauf der Produkte von Burroughs Wellcome & Company.
Ab den 1860er Jahren übernimmt Thomas Beecham's Sohn Joseph immer mehr Aufgaben im väterlichen Betrieb. Um 1885 ist die Nachfrage an den Beecham-Pillen so groß, dass die alte Fabrik für deren Produktion nicht mehr ausreicht. So baut Beecham eine neue, größere und modernere Produktionsstätte in St. Helen. Für die Menschen aus der Umgebung sieht die neue Anlage eher aus wie ein Palast als eine Fabrik. Sie ist außerdem die erste mit elektrischem Strom.
Beecham wird aber nicht nur für seine Pillen, sondern auch für seinen hohen Standard an Qualität und Hygiene in der Produktion berühmt. Er sorgt stets dafür, dass seine Angestellten weiße Schutzkleidung tragen und in einem möglichst staubfreien Umfeld arbeiten. Darüber hinaus zahlt sich die ehrgeizige und einfallsreiche Marketing-Strategie des Unternehmens aus. Einmal platziert er innerhalb eines Jahres Anzeigen in weltweit über 7 000 Zeitungen. Übersetzt von eigenen Autoren, lässt er jede Anzeige in der jeweiligen Landessprache abdrucken.
Der ursprünglich von John K Smith gegründete Betrieb wächst im Laufe der Jahre durch mehrere Fusionen und Zukäufe. Der wichtigste Zusammenschluss ist der mit dem renommierten Großhändler French, Richards and Company. Mit einem Schlag vergrößert sich die Produktpalette enorm. Nun gehören hunderte zusätzliche Produkte wie Parfums, Einreibemittel, Gesichtswasser, Haarkuren, Grippemittel und Heilmittel zum Angebot. Der Kauf von French, Richards and Company markiert den Einstieg ins Geschäft mit zahlreichen Verbraucher-Artikeln.
In den frühen Jahren des 19. Jahrhundert verdankt das neue Unternehmen Smith, Kline and French sein Wachstum einer Entdeckung von Joseph England. Er entwickelt Eskay's Neurophosphates, ein Medikament zur Behandlung nervöser Störungen. Der Erfolg von Neuro macht den Namen Smith, Kline and French sogar in Latein Amerika bekannt und das zu einer Zeit als die Handelsbeziehungen zu diesen Ländern noch in den Kinderschuhen stecken. Neuro bleibt bis 1971 auf der Produktliste des Unternehmens.
Seit den 1890er Jahren beginnt Mahlon Kline seine Aufmerksamkeit auf ein branchenweites Problem zu richten: die zeitnahe Belieferung von Kunden mit Medikamenten. Es gelingt ihm schließlich bei Smith, Kline and French erstmals einen Prozess einzuführen, mit dem jede am Morgen eingegangene Bestellung bis zum späten Nachmittag ausgeliefert ist. Außerdem stellt er sicher, dass alle Waren im Rohzustand wie unbearbeitete Medikamente, Balsam oder Wachse von einem Laboranten geprüft werden müssen bevor sie ausgeliefert werden. Ab 1893 wird jedes von Smith, Kline and French hergestelltes Produkt auf Qualität und Reinheit geprüft.

Die Forschung bei Burroughs Wellcome konzentriert sich zunächst in zwei verschiedenen Einrichtungen, den Wellcome Medical Research Laboratories und den Wellcome Physiological Research Laboratories. Beide waren im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts gegründet worden. Henry Wellcome's Grundsatz "Unabhängigkeit der Forschung - Freiheit der Veröffentlichung" macht es für viele berühmte Wissenschaftler attraktiv in diesen Institutionen zu arbeiten. Im Jahr 1901 erweitert Burroughs Wellcome seine Kapazitäten um ein Zentrum zur Erforschung tropischer Krankheiten. Die Basis dieser neuen Forschungsanlage steht in Khartum im Sudan. Zur Ausstattung gehört auch ein mobiles Labor auf dem Nil. Damit ist es den Forscherteams möglich Gebiete zu erreichen, die sonst unzugänglich sind. Formell nimmt diese Einrichtung erst 1902 ihren Betrieb auf. Vier Jahre später folgen noch eine Niederlassung von Burroughs Wellcome in New York sowie mehrere Produktions- und Forschungsgebäude in den USA.
Die Forschung in den 20er Jahren findet bei Burroughs Wellcome auf verschiedenen Gebieten statt: primäre und sekundäre Immunantworten, Produktion von Insulin, die Einführung neuer Impfstoffe gegen Diphtherie und die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Gelbfieber. Natürlich bemüht sich das Unternehmen auch um die Vereinfachung und Weiterentwicklung von Produktionsabläufen.
Im Jahr 1924 ist der Betrieb so groß, dass fortan alle Aktivitäten unter der in London neu gegründeten Wellcome Foundation koordiniert werden. Die Erfolgsgeschichte geht noch weiter. Im folgenden Jahrzehnt gelingt es Digoxin aus dem Blatt der Digitalis zu isolieren. Es wird zu einem Standardpräparat bei der Behandlung kongestiver Herzinsuffizienz. Außerdem kann ein Globin-Zink-Insulin entwickelt und das erste reine Kurare-Alkaloid produziert werden.
Im Jahr 1936 stirbt Sir Henry Wellcome im Alter von 82 Jahren. In seinem Testament verfügt er, den Wellcome Trust einzurichten. Das ist eine gemeinnützige Stiftung um weltweit die medizinische Forschung zu unterstützen.
Die Direktoren der Joseph Nathan Company hatten schnell bemerkt, dass ihr Milchpulver unter dem bisherigen Namen Defiance nicht gut zu vermarkten war. Also suchten sie nach Alternativen. Sie entscheiden sich zunächst für Lacto. Doch das entpuppt sich als ungeeignet, da bereits ähnlich klingende Produktnamen auf dem Markt sind. Nachdem sie mehrfach die Buchstaben umgestellt hatten, landen sie schließlich bei Glaxo. Im Oktober 1906 wird Glaxo ins Markenregister eingetragen.
Das "Glaxo Baby Buch" war etwas vollkommen Neues. Zum ersten Mal wurde versucht, Müttern Antworten auf die Frage nach der richtigen Ernährung von Neugeborenen und Kleinstkindern zu geben. Das Buch bleibt bis in die 1970er Jahre auf dem Markt. Es gibt Müttern praktische Hinweise, informiert sie aber auch über neue Erkenntnisse der Wissenschaft. Der Slogan "Glaxo - the Food that Builds Bonnie Babies" wird zu einem vertrauten Spruch in vielen Werbekampagnen von Nathan zu dieser Zeit.
In diesem Jahr wächst Smith, Kline and French kräftig. Grund dafür sind die im Rahmen der "Blue Line" auf den Markt gebrachten Produkte. Sie erweiten das Sortiment an Artikeln für den täglichen Bedarf beträchtlich und werden von den Kunden gut angenommen.
In Neuseeland arbeitet die Nathan Company weiter unter Louis Nathan. Doch es zeigt sich immer stärker, dass der Großteil der Geschäfte mittlerweile unter der Führung seines Bruders Alec in England gemacht wird. Grund dafür ist auch der Erste Weltkrieg. Dieser hat den Bedarf an Milchpulver in die Höhe schnellen lassen. Die Sorge um die Qualität und Sicherheit des Milchpulvers sorgen darüber hinaus für eine Reihe technischer Verbesserungen. Mit Harry Jephcott tritt 1919 ein Mann mit chemischen und pharmazeutischen Qualifikationen in das Unternehmen ein, der die Nathan Company neu ausrichtet. Ihm gelingt es, Vitamin D aus dem Öl der Leber von Fischen zu isolieren. Das Resultat: das erste pharmazeutische Produkt der "Glaxo"-Abteilung in England, Ostelin Liquid, kommt 1924 auf den Markt. In den 20er und 30er Jahren entwickelt sich die Nathan Company rasant. Es gelingt zahlreiche neue Niederlassungen zu etablieren. Im Jahr 1927 übernimmt Alec Nathan den Vorsitz in der Firma. Es entstehen 1935 neue und größere Gebäude in Greenford am westlichen Stadtrand von London. Die englische "Glaxo"-Abteilung gibt sich jetzt einen eigenen Namen, die Glaxo Laboratories Ltd. Und wird juristisch eine Tochterfirma der Nathan Company. In den Folgejahren erweitert sich das Produktangebot immer stärker. Während des Zweiten Weltkriegs konzentriert sich Glaxo auf die Produktion von Penicillin. Mitte der 40er Jahre stammen 80 Prozent der Penicillin-Einheiten in Großbritannien aus dem Hause Glaxo.
Im Jahr 1923 erhält sowohl Allen and Hanburys als auch die Burroughs Wellcome Company die Lizenz zur Produktion von Insulin, um damit Diabetes zu behandeln.
Der Finanzmakler Philip Hill hatte zwei Jahre zuvor den gesamten Besitz von Thomas Beecham aufgekauft. Er war davon überzeugt, dass sich die Geschäfte von Beecham durch Diversifikation so ausbauen ließen, dass ein großer Konzern daraus erwächst. 1926 kommen eine Reihe schmerzstillender Medikamente sowie Arzneien gegen Erkrankungen der Atemwege auf den Markt. Es beginnt eine Periode der Expansion durch Zukäufe. Das war zu dieser Zeit noch nicht sehr verbreitet. Für Beecham wird es ein wesentliches Element der Geschäftspolitik. Seit 1847 hatte sich Beecham von einer Bude auf dem Markt zu einem national operierenden Unternehmen entwickelt, das täglich eine Million Pillen herstellt.
In diesem Jahr kauft Beecham zwei wichtige Betriebe. Der erste ist Macleans. Für Beecham ist dies ein Meilenstein, denn jetzt kommen nicht nur wichtige Produkte wie Zahnpasta und der Energy-Drink Lucozade ins Sortiment, sondern auch hoch qualifizierte Mitarbeiter. Unter ihnen ist HG Lazell. Er wird später zum Vater des Erfolgs beim Handel mit rezeptpflichtigen Medikamenten. Lucozade wird ein richtiger Verkaufsschlager. Innerhalb von 15 Jahren produziert der Verkauf dieses Getränks rund die Hälfte von Beechams Gesamtgewinn. Der Kauf von Macleans markiert so Beechams Einstieg in den Handel mit Mundpflegeprodukten und Getränken.
Genauso wichtig ist der Kauf von Eno's Proprietaries Ltd. Neben wichtigen Produkten wie den säurebindenden Eno's Früchte Salzen erhält Beecham mit einem Schlag ein gut ausgebautes Vertriebsnetz in Mittel- und Südamerika, Südafrika, Australien, Neuseeland und Westeuropa.
Das Geschäft mit "gemälzter" Milch der Firma Horlick ist in den vergangenen Jahren marktgerecht gewachsen. Doch in den frühen 30er Jahren verändert Horlick die Strategie. Fortan wird das Wort Malz auf dem Produkt weggelassen und stattdessen werden die Vorzüge der Milch als idealem Schlummertrunk angepriesen.
Ebenfalls im Jahr 1938 wird entdeckt, dass der Sirup der schwarzen Johannisbeere einen extrem hohen Anteil an Vitamin C enthält. Dieser Sirup dient als Grundlage für Milchmixgetränke. Unter dem Namen Ribena (aus dem Lateinischen für blackcurrant Ribes negrum) wird das Getränk vor allem durch Krankenhäuser vertrieben. Während des Zweiten Weltkriegs erhalten es auch Kinder kostenlos.
Diese Gründung geht zurück auf die Arbeit von HG Lazell. Er hatte stets an die Wichtigkeit von wissenschaftlicher Forschung geglaubt. Im Jahr 1943 hat er die führenden Leute endlich soweit, seine Philosophie anzunehmen. Die Beecham Research Laboratories werden gegründet. Sie sollen sich der pharmazeutischen Grundlagenforschung widmen. Bereits zwei Jahre später erwirbt Beecham mit dem Brockham Park im Süden Englands ein Stück Land auf dem wiederum zwei Jahre später die neuen Forschungseinrichtungen in Betrieb genommen werden. Hier machen die Beecham-Forscher alle ihre wichtigen Entdeckungen.
Penicillin (das weltweit erste Antibiotikum) gilt viele Jahre seit der Entdeckung geradezu als Wundermittel. Doch Ende der 40er Jahre wird vor allem in Kliniken ein Problem immer offenkundiger: Durch die häufige Verwendung von Penicillin, erweisen sich immer mehr Bakterien als resistent. Häufig müssen ganze Stationen in Krankenhäusern wegen Infektionen geschlossen werden. Hier gelingt es den Forschern vom Brockham Park anzusetzen. Im Jahr 1959 werden sie über Nacht berühmt, als sie den penicillin nucleus 6-APA entdecken. Davon ausgehend, gelingt es Wissenschaftlern eine praktisch unendliche Anzahl von neuen, halbsynthetischen Penicillin herzustellen. Diese können genau jene problematischen Entzündungen effektiv behandeln. Schon in den 60er Jahren produziert Beecham eine große Bandbreite an Antibiotika, darunter das weltweit erste halbsynthetische Penicillin. In den kommenden 20 Jahren entwickelt sich das Unternehmen zu einem führenden Anbieter von anti-infektiösen Medikamenten.
Das Ende der Ära Nathan bei Glaxo beginnt 1945 mit dem Rückzug Alec Nathans. Nur wenige Jahre danach wandelt sich Glaxo in eine Aktiengesellschaft und die ursprüngliche Firma Joseph Nathan and Company hört auf zu existieren. Schnell werden jetzt die Bereiche Forschung und Entwicklung gestärkt. Mit großem Erfolg. So kann der erste kombinierte Impfstoff gegen schlimmen Husten und Diphtherie sowie Crystapen, eine stabilere, weiße kristallinische Form von Penicillin auf den Markt gebracht werden.
Außerdem vergrößert die neue Aktiengesellschaft die Produktionskapazitäten erheblich. In Ulverston im Nordwesten Englands entsteht eine eigens für die Antibiotika-Produktion errichtete Fabrik. Diese entwickelt sich im Laufe der Zeit zum wichtigsten Produktionsstandort.
Aber die frühen 50er Jahre bringen noch mehr: Penicillin in Tablettenform, eine Vielzahl von Nahrungsergänzungsmitteln, ein dreifach Impfstoff gegen Diphtherie, schlimmen Husten und Tetanus sowie eine eigene Abteilung für Veterinärmedizin. Die versorgt Tierärzte bald mit abgewandelten Versionen wichtiger Medikamente. Der wichtigste Fortschritt in diesen Jahren ist jedoch der Einstieg in die Produktion von Kortison. Seit 1955 wird eine Reihe von Kortikoiden eingeführt, um Krankheiten wie rheumatische Arthritis oder Erkrankungen der Atemwege zu behandeln. Zusätzlich kommt eine neue Serie von Antibiotika, bekannt unter dem Namen Cephalosprine auf den Markt. Diese revolutionieren die Medizin ab Mitte der 60er Jahre.
Auch der Kauf von Allen and Hanburys im Jahre 1958 zahlt sich aus. Aus den neu gewonnen Einrichtungen für Forschung und Entwicklung geht 1969 Ventolin (salbutamol) hervor. Es entwickelt sich zum "Gold Standard" unter den Medikamenten zur Behandlung von akuten Asthma-Anfällen. Weitere Produkte sind Betnovate (betamethasone valerate), verschiedene Salben sowie verbesserte Antibiotika

In den 50er Jahren revolutioniert Smith Kline, French mit Thorazine die Behandlung von Geisteskrankheiten. Und das trotz großer Schwierigkeiten zu Beginn. Amerikanische Psychiater lehnen das Medikament zunächst ab. Sie glauben nicht, geistig kranken Patienten mit chemischen Wirkstoffen helfen zu können. Doch klinische Tests beweisen, dass Thorazine geistige Fehlfunktionen korrigieren kann. Thorazine wird darauf zum wichtigsten Medikament erklärt, an dem die Wirkung alle anderen Beruhigungsmittel in den nächsten Jahren gemessen wird.
Seit einigen Jahren hatten die Wissenschaftler bei Smith Kline and French daran getüftelt. Sie suchten nach einem chemischen und mechanischen Weg sicherzustellen, dass Medikamente ihre Wirkung über einen längeren Zeitraum (über Tag oder über Nacht) entwickeln bzw. beibehalten. Im Jahr 1949 kommt Donald McDonnell auf die richtige Idee. Die Lösung ist ein Medikament in Kapselform, bekannt unter dem Namen Spansule. In den Kapseln sind kleine Granulatkügelchen, umhüllt mit Wirkstoffen, die sich zu verschiedenen Zeiten auflösen. Dies ist eine völlig neuartige Form der Verabreichung von Medikamenten. Auf diese Weise kann jetzt mit einer Dosis die gleiche Wirkung über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben. Aufgrund der schwierigen und komplexen Herstellung dauert es bis 1952 bis das Medikament auch tatsächlich eingeführt werden kann. Mit Dexedrine werden vor allem psychisch kranke Menschen behandelt. In den folgenden Jahren werden auch andere Arzneien wie beispielsweise Contac, ein Heilmittel gegen Erkältung, auf diese Weise verabreicht. Contac entwickelt sich nach seiner Einführung 1960 sogar zum weltweit erfolgreichsten Medikament bei Erkältungen. Insgesamt bedurfte es über sieben Jahre an Forschungs- und Entwicklungsarbeit in rund 35 000 Arbeitsstunden bis die neue Verabreichungsform marktreif wurde.
In diesem Jahr gelingen Gertrude Elion und George Hitchings bei Wellcome mit ihrem "rational approach" wegweisende Forschungsergebnisse bei der Krebsbekämpfung. Sie beschäftigen sich vor allem mit den Nukleinsäuren, die das Zellwachstum kontrollieren. Als erster wichtiger Erfolg auf diesem Weg gilt das von Elion und Hitchings synthetisierte 2-Amino-6-Mercaptopurin (späterer Handelsname Purinethol). Schon ein Jahr später wird Purinethol als eines der ersten effektiven Krebsmedikamente erfolgreich bei der Bekämpfung von Leukämie eingesetzt. Während ihrer über 30 -jährigen Zusammenarbeit legen die beiden auch den Grundstein für Wellcome's wachsende Kompetenz auf dem Gebiet der Tropenmedizin. Das von Elion und Hitchings entwickelte Daraprim (pyrimethamine) setzt einen neuen Standard in der Malariaprophylaxe. Ihre Arbeit wird in die Gesundheitsprogramme zahlreicher Entwicklungsländer aufgenommen.
George Hitchings und Gertrude Elion sind dafür verantwortlich. Ihnen gelingt es, synthetisiertes Trimethoprim mit einem Sulfamid zu kombinieren und so den ein breites Spektrum abdeckenden antibakteriellen Wirkstoff Septrin (co-trimoxazole) herzustellen. Dieses wird weltweit eines der wichtigsten antibakteriellen Medikamente.
Der "rationale Ansatz" gewinnt auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung bei pharmazeutischen Unternehmen immer stärker an Bedeutung. So auch bei Glaxo. Hier konzentrieren sich David Jack und seine Kollegen auf die Entdeckung chemischer Substanzen, um die natürlichen Mediatoren wie Transmitter, Hormone und Enzyme zu manipulieren. Denn sie sind es, die ganz bestimmte Effekte in den Organen der Patienten auslösen können. Ein früher Erfolg ist 1969 die Markteinführung von Ventolin (salbutamol). Es wird zum "Gold Standard" bei der Behandlung akuter Asthmaanfälle.
Der Erfolg führt zu einer Reihe von weiteren Präparaten, die mittels selektiver Stimulation von Rezeptoren in den Muskeln der Bronchien, blockierte Atemwege wieder öffnen sollen.
Amoxycillin erweist sich bei der Bekämpfung bakterieller Infektionen an Hals und Ohren bei kleinen Kindern so wirkungsvoll, dass es zeitweise zum weltweit am häufigsten verwendeten Antibiotikum wird.
1972 unternimmt die Beecham-Gruppe den Versuch Glaxo zu übernehmen. Doch das Unterfangen scheitert. Als Maßnahme zur Abwehr der Übernahme versucht Glaxo sich durch den Zusammenschluss mit dem britischen Boots-Konzern seinerseits so zu vergrößern, dass eine Übernahme durch Beecham nicht mehr möglich wird. Am Ende scheitern die Pläne aller Beteiligten am Einspruch der britischen Monopol-Kommission. Glaxo gibt sich daraufhin einen neuen Namen und nennt sich künftig Glaxo Holdings.
Tagamet ist das erste Medikament, das später Verkaufszahlen von über einer Milliarde Dollar pro Jahr erreicht. Nach seiner Markteinführung, zunächst in Großbritannien und kurz darauf auch in den USA, verkauft es sich schnell in aller Welt. Es entwickelt sich zu einem der am häufigsten verschriebenen Medikamente überhaupt. Sir James Black erhält 1988 für seine Forschung an Beta-Blockern und der Entdeckung von Tagametden Nobelpreis für Medizin.
Augmentin setzt an einem immer wichtiger werdenden Problem an: der Resistenz gegenüber Antibiotika. Es gilt heute als der "Gold Standard", um schwere Entzündungen der Atemwege zu behandeln.
Glaxo's Zantac (ranitidine hydrochloride) wird vor allem bei der Behandlung von Magengeschwüren eingesetzt. Zantacwird Ende der 80er Jahre zum bestverkauften Medikament und macht viele Jahre 40 Prozent des Umsatzes von Glaxo aus. Dieser finanzielle Erfolg ist für weitere Investitionen in Forschung und Entwicklung sehr wichtig. Denn das wird immer teurer. Weltweite klinische Versuche und Lizenzkosten machen Forschung und Entwicklung zu einem kostenintensiven Faktor.
Auch Wellcome ist in diesen Jahren sehr erfolgreich. Durch eine Kombination aus "rationalem Ansatz" in der Medikamentenforschung und viel Erfahrung auf dem Gebiet der Antivirale gelingt es 1974 den bahnbrechenden Wirkstoff aciclovir herzustellen. Das Ergebnis ist das erste wirkungsvolle Antiviral gegen eine Reihe von Herpesinfektionen. Zovirax wird das erfolgreichste Medikament in der Firmengeschichte. Diese Erfahrungen auf dem Gebiet der Antivirale werden später in der Forschung nach Medikamenten zur Behandlung von AIDS sehr wertvoll. Bereits 1987 kommt mit Retrovir (zidovudine) weltweit das erste Arzneimittel zur Behandlung von HIV auf den Markt.
Der Erwerb von Norcliff Thayer stärkt Beechams Position im OTC-Geschäft. Mitte der 80er Jahre entscheidet Beecham seine Geschäfte zu bündeln und sich auf zwei Kernbereiche zu konzentrieren: Verbraucherprodukte sowie rezeptpflichtige und rezeptfreie Medikamente (OTC-Geschäft). Im Jahr 1988 machen die Verbraucherprodukte 42 Prozent des Umsatzes aus, während die rezeptpflichtigen und das OTC-Geschäft 58 Prozent betragen.
Die Fusion zwischen SmithKline Beckman und der Beecham-Gruppe macht das neu entstehende Unternehmen zu einem der bedeutendsten in der Pharmaindustrie. Das betrifft sowohl die Produktpalette, die Forschungspipeline als auch das geographische Netzwerk. Der neue Konzern will vor allem eines: sich zu einem umfassenden, integrierten Gesundheitsunternehmen entwickeln. Dazu gehören Produkte in den Bereichen Vorsorge, Diagnose, Behandlung, Kur und Krankheitsmanagement.
Unter dem Versprechen "Striving to Make People's Lives Healthier" kommen in den 90er Jahren neue Medikamente wie Seroxat/Paxil (paroxetine hydrochloride) zur Behandlung von Depressionen und Relifex/Relafen (nabumetone), ein entzündungshemmendes Medikament zur Behandlung von rheumatischer Arthritis auf den Markt.
Glaxo gelingt es dank umfassender Pionierarbeit auf dem Gebiet der Neurotransmitter mit Zofran (ondansetron) ein bedeutendes Medikament zu entwickeln. Zofran ist 1990 das erste der Serotonin-Medikamente. Es lindert Übelkeit und Erbrechen bei Krebspatienten, die mit einer Chemotherapie behandelt werden. Im gleichen Jahr führt Glaxo auch die Asthma-Medikamente Serevent (salmeterol) und Flixotide/Flixonase (fluticasone propionate) ein. Der wachsende wirtschaftliche Erfolg von Zofran und anderen Medikamenten sowie die effektive Bündelung von Konzernstrukturen sind Garant für Glaxos wachsende Bedeutung in der Pharmaindustrie in diesen Jahren.
Für Smith Kline Beecham ist dieser Vertrag ein entscheidender Schritt. Das Unternehmen erhält begrenzte Rechte, um auf der Basis der Erkenntnisse von HGS völlig neue Arzneien und diagnostische Verfahren für genetisch bedingte Krankheiten zu entwickeln. Dafür entsteht im US-Bundesstaat Kalifornien ein eigenes Laboratorium.

Die Fusion wurde im Januar verkündet, vollzogen wird sie aber erst im Dezember. Damit entsteht eines der weltweit führenden forschungsorientierten Gesundheitsunternehmen. Ziel der Arbeit von GlaxoSmithKline ist es durch die kombinierten Forschungskapazitäten eine kraftvolle Plattform zu schmieden, um Antworten auf die Herausforderungen des modernen Gesundheitswesens zu finden
Auf einen Klick
© GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG | Sitemap | Impressum | Nutzungsbedingungen | Seite drucken
Allergien | Asthma | Asthmatest | Brustkrebs | COPD | Eierstockkrebs | Feinstaubvorhersage | GlaxoSmithKline | Grippeschutz | Hautkrebs | Heuschnupfen | HPV-Impfung | Impfkalender | Kindergesundheit | Lebensbilder | Lungenkrebs | Online Asthmaschulung | Parkinson | Patientenpolitik | Pneumokokken | Pollenflugvorhersage | Prostata | Reisegesundheit | Unruhige Beine
Abtei® | alli | BesserAtmen | Cetebe® | Chlorhexamed® | COREGA® | Dr.BEST® | FORMIGRAN® | Granu Fink® | NiQUITin® | Odol® | Odol-med3® | parodontax® | SENSODYNE® | SENSODYNE® PROSCHMELZ® | ZOVIRAX®




Hintergrund