Standortbeschreibung
Als Teil des Unternehmensbereiches "Biologicals" befindet sich in Dresden seit 1992 der GSK-Standort für die Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Grippeimpfstoffen weltweit. Rund 200 Millionen Euro wurden seit der Übernahme durch die Muttergesellschaft in neue bzw. erweiterte Anlagen und Produktionsbereiche investiert. Der Umsatz ist in den zurückliegenden Jahren auf mehr als das Zehnfache gestiegen. Der Grippeimpfstoff wird durch die Gesellschaften des Konzerns in ca. 70 Ländern vertrieben. Neben seinem Engagement im Bereich Influenza ist Dresden für die Abfüllung, Verpackung und Auslieferung vieler in Deutschland vertriebener Flüssigvakzine von GSK zuständig. Zudem werden Ampullen-Präsentationen in Dresden hergestellt.
Durch sein Profil als Produzent biotechnologisch hergestellter Arzneimittel steht GSK Biologicals in Dresden stellvertretend für eine Wachstumsbranche im Freistaat Sachsen.
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- GlaxoSmithKline Biologicals (ehemals Sächsisches Serumwerk Dresden, SSW) stellt Grippe-Impfstoffe für den Weltmarkt her: im Frühjahr und Sommer für die Nordhalbkugel, im Winter für die Südhalbkugel.
- Der Grippe-Impfstoff wird in etwa 70 Ländern vertrieben.
- In der Produktionszeit von Grippeimpfstoff arbeiten die Mitarbeiter in der Produktion und in den angrenzenden Bereichen bis zu 3 Schichten an 6 Tagen die Woche. Die Belegschaft wird während dieser Zeit auf etwa 700 Mitarbeiter erhöht.
- In den vergangenen Jahren wurden mehr als 65 Millionen Euro in die Modernisierung und Kapazitätserweiterung von GlaxoSmithKline Biologicals investiert. Seit dem Jahr 2005 wurde das Werk für weitere 100 Millionen Euro vergrößert. Zusätzlich entstand bis Mitte 2008 für 25 Millionen Euro eine zweite Anlage zur Spritzenabfüllung.
- Weltweit werden jährlich etwa 500 Millionen Dosen Grippe-Impfstoff hergestellt.
- Darüber hinaus ist GlaxoSmithKline Biologicals in Dresden für die Abfüllung, Verpackung und Auslieferung der meisten in Deutschland vertriebenen Flüssigimpfstoffe von GSK Biologicals zuständig.
Herstellung Grippe - Impfstoff
Herstellung Grippe - Impfstoff
- Die Zusammensetzung des aus drei Virusstämmen hergestellten (d. h. trivalenten) GrippiImpfstoffs ändert sich jedes Jahr und wird zentral von der Weltgesundheitsorganisation WHO festgelegt.
- Ausgangsmaterial für die Herstellung des Grippeimpfstoffs sind bebrütete Hühnereier.
- Der Grippeimpfstoff wird jährlich in zwei Produktionsperioden hergestellt: vom II. bis III. Quartal für die nördliche, und im IV. bis I. Quartal für die südliche Erdhalbkugel.
- Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht im Februar für die nördliche und im September für die südliche Hemisphäre ihre Empfehlungen für die jeweilige Impfstoffzusammensetzung.
- Von einem der WHO-Referenzlabore, in der Regel dem „National Institute for Biological Standards and Control“ (NIBSC) in London, werden die Referenzstämme für die Impfstoffherstellung bereitgestellt. Aus diesen Proben wird dann das Saatvirus präpariert.
- Vom Eingang der Referenzstämme im Dresdner Werk bis zur Auslieferung des fertigen Grippe-Impfstoffs vergehen in der Regel drei bis fünf Monate.
- Der weltweite Bedarf an Grippeimpfstoff wächst dynamisch. Im Jahr 2004 wurden ca. 300 Millionen Dosen hergestellt. Derzeit beträgt die globale Produktionskapazität 500 Millionen Dosen. Der Grund für den steigenden Bedarf sind die immer breiteren Zielgruppen und die öffentliche Diskussion über mögliche Pandemien.
- Bis zum Jahr 2005 wurde der gesamte von GSK produzierte Grippeimpfstoff im im Dresdner Werk hergestellt. Mit dem Kauf der kanadischen ID Biomedical ist 2005 ein weiterer Standort dazugekommen.
- Die Grenzen des Wachstums der Produktionssteigerung in den derzeitigen Anlagen in Dresden waren erreicht; daher fiel die Entscheidung, das Werk zu erweitern.
- Mit dem Erweiterungsbau wurde eine Verdoppelung der Kapazitäten auf 70 Millionen saisonaler Impfstoffdosen pro Jahr erreicht. GlaxoSmithKline (GSK) ist der weltweit drittgrößte Anbieter von Grippeimpfstoffen.
- Das Investitionsvolumen des Projekts betrug etwa 100 Millionen €. Auf dem Betriebsgrundstück des Werkes wurde ein zweiteiliges neues Gebäude errichtet. Zusätzlich entstand bis 2008 für 25 Millionen Euro eine zweite Anlage zur Spritzenabfüllung.
- Die Herstellungsanlagen für Grippeimpfstoff sind in dem Gebäude „G“ untergebracht. Die 8.700 Quadratmeter Nutzfläche des Gebäudes (ohne technische Betriebsräume) verteilen sich auf vier Stockwerke und das Kellergeschoss.
- In dem zweiten Teil des Gebäudes, dem Gebäude „F“, entstanden Labore zur Qualitätskontrolle, Zwischenlager für Rohstoffe, Verpackungsmaterialien, Zwischen- und Endprodukte sowie Büroräume. Die 7.700 Quadratmeter Nutzfläche des Gebäudes (ohne technische Betriebsräume) verteilen sich auf fünf Stockwerke und zwei Kellergeschosse.
- Das Projekt schuf mehr als 170 direkte neue Arbeitsplätze im Dresdner Werk. Die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich auf 51.
- Darüber hinaus entstanden in der Region weitere Arbeitsplätze bei Zulieferern.
- Die Investition wurde durch die sächsische Landesregierung unterstützt und trägt als Biotechnologie-Projekt zur wirtschaftlichen Entwicklung von Schwerpunktbereichen bei.
- Die Entscheidung des Konzerns, den Standort Dresden auszubauen, ist unter anderem durch die zügigen Genehmigungsverfahren und die kooperative Haltung der Landesregierung begünstigt.
- Mit den Baumaßnahmen wurde im August 2005 begonnen. In 2008 wurden die neuen Gebäude und Anlagen in Betrieb genommen. Am 13. März 2006 hatte das zuständige Regierungspräsidium die hierzu erforderliche Betriebsgenehmigung erteilt.