Geschichte des ehemaligen Sächsischen Serumwerks, heute GlaxoSmitkKline Biologicals

Odol
  • 1908 richtete der Dresdener Industrielle Karl August Lingner eine bakteriologische Abteilung innerhalb der „Dresdner Chemische Laboratorium Lingner GmbH“ ein – die Keimzelle des heutigen SSW. Lingner beschäftigte sich intensiv mit Fragen der Hygiene und Mikrobiologie sowie der gesundheitlichen Aufklärung. Seine bekannteste Entwicklung ist heute noch in aller Munde – das Mundwasser „Odol“.

  • 1911 wurde das Sächsische Serumwerk und Institut für Bakteriotherapie gegründet. In Kooperation mit dem schweizerischen Serum- und Vakzine-Institut in Bern wurde das Unternehmen zum bedeutendsten deutschen Hersteller von Seren und Impfstoffen, neben den Behringwerken in Marburg.

  • 1922 wurde das SSW in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

  • 1936 umfasste das Sortiment 90 Präparate in den Sparten Impfstoffe, antitoxische Seren, Arzneimittel und diagnostische Tests.

  • 1945 wurde das in der Dresdener Innenstadt gelegene SSW schwer beschädigt. Trotzdem gelang es, die Produktion dringend benötigter Arzneimittel binnen weniger Wochen wieder aufzunehmen.

  • 1962 wurde das SSW in eine Kommanditgesellschaft unter gleichzeitiger Aufnahme staatlicher Beteiligung umgewandelt.

  • 1968 führte das SSW einen Lebendvirusimpfstoff gegen Masern ein.

  • 1972 wurde das SSW verstaatlicht und als Einrichtung des Ministeriums für Gesundheitswesen zum wichtigsten Anbieter von Impfstoffen in der DDR.

  • 1975 wurde der Grippe-Impfstoff eingeführt.

  • 1990 wurde das Unternehmen in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt. Durch umfassende Restrukturierungen wurde die Wettbewerbsfähigkeit des SSW unter marktwirtschaftlichen Bedingungen gesichert. Die Firma konzentrierte sich auf die Kernkompetenzen: Die Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen. Bereits 1991 gelang es dem SSW, als erstem ostdeutschen Pharmaunternehmen, den Vertrieb auf das Gebiet der alten Bundesrepublik auszuweiten.

  • 1992 wurde das Unternehmen durch den britischen Arzneimittelhersteller SmithKlineBeecham übernommen.

  • In den 90er Jahren wurde durch Investitionen in neue Technologien, die Schaffung moderner Produktionsbedingungen und Kapazitätserweiterung der Anschluss an internationale Standards erreicht.

  • Durch die Fusion von Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham im Dezember 2000 wurde das SSW Teil des neu geschaffenen Unternehmens GlaxoSmithKline.

  • 2003 wurde ein konservierungsmittelfreier Grippe-Impfstoff eingeführt.

  • Der Bau zur Erweiterung der Influenza-Impfstoff-Produktion begann im Sommer 2005.

  • GSK erhielt im März 2007 als erstes Unternehmen eine europäische Zulassung für seinen im Sächsischen Serumwerk produzierten Pandemie-Impfstoff.

  • Die ersten Chargen des weltweit ersten präpandemischen Grippe-Impfstoffs für die Schweiz und Luxemburg wurden ebenfalls in Dresden hergestellt.

  • Im Oktober 2007 erfolgt die offizielle Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus.

  • Ab 2008 firmiert das Werk unter GlaxoSmithKline Biologicals.

  • Im Mai 2008 erfolgte die Zulassung des ersten präpandemischen Impfstoffs.

  • 2011 feiert GSK Biologicals 100-jähriges Firmenjubiläum.
    www.lingnerjahr.de
    www.lingnerweg-dresden.de

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