Zentrales Nervensystem

Das Zentrale Nervensystem (ZNS) ist die Steuerzentrale des menschlichen Organismus. Hier, in Gehirn und Rückenmark, findet die komplette Informations- und Reizverarbeitung statt. Das ZNS sammelt und verarbeitet alle eingehenden Reize, koordiniert beispielsweise die Bewegung und reguliert alle Denkprozesse.

Kommt es durch Unfälle oder Krankheiten zu einer Schädigung des ZNS, so ist davon oft der gesamte Körper betroffen.

Zu den häufigsten Krankheiten des Zentralen Nervensystems gehören Morbus Parkinson, Epilepsie und Depressionen

Epilepsie

Epilepsie

Mit etwa 40.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland zählt die Epilepsie zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Das Risiko für eine Epilepsie-Neuerkrankung ist im Kindes- und Jugendalter besonders groß und tritt im fortgeschrittenen Alter ab etwa 60 Jahren wieder vermehrt auf.
Bei einem epileptischen Anfall entladen sich viele Nervenzellen zu häufig hintereinander, oftmals sogar unnatürlicherweise gleichzeitig. Diese Entladungen können auf bestimmte Hirnregionen beschränkt bleiben oder aber sich im gesamten Gehirn ausbreiten. Die Anfälle können nur wenige Sekunden, manchmal aber auch mehrere Minuten lang dauern. Sie können, müssen aber nicht unbedingt, zu vorübergehenden Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit führen. 

Hilfreiche Informationen:
Nach einem erstmaligen epileptischen Anfall sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden – auch, wenn es durchaus sein kann, dass ein solcher Anfall nur einmal im Leben auftritt. Nur etwa 10 Prozent solcher „ersten Anfälle“ markieren den Beginn einer Epilepsie mit wiederkehrenden Anfällen. Allerdings kann nur ein Arzt feststellen, ob es sich um einen durch äußere Umstände (beispielsweise Flackerlicht in der Disko oder Schlafentzug) provozierten Gelegenheitsanfall handelt, der nicht therapiert werden muss, oder ob eine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegt.

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Ziel der Epilepsie-Therapie ist grundsätzlich die Anfallsfreiheit, aber nicht alle Epilepsie-Patienten sprechen ausreichend auf die verfügbaren Medikamente an. Etwa ein Drittel der Epilepsie-Patienten wird bislang trotz medikamentöser Therapie nicht anfallsfrei. Man sollte jedoch nicht zu früh aufgeben und mit dem Arzt alle Therapiemöglichkeiten besprechen, die es gibt.