Osteoporose
In Deutschland sind mehr als 7,8 Millionen Menschen im Alter über 50 Jahre an Osteoporose erkrankt. Das ist rund ein Viertel der Bevölkerung dieser Altersgruppe. Bei den über 75-jährigen Frauen leiden sogar 59 Prozent an der Knochenerkrankung, bei den Männern 19 Prozent. Besonders belastend für die Patienten und teuer für das Gesundheitssystem wird die Erkrankung, wenn es zu Knochenbrüchen kommt. Die jährlichen Kosten, die europaweit durch Osteoporose-bedingte Knochenbrüche entstehen, gehen in die Milliarden. Denn: Nur jeder fünfte Betroffene erhält eine geeignete Therapie; die Mehrzahl der Frauen bricht die Behandlung viel zu früh ab, die Hälfte bereits innerhalb der ersten zwölf Monate.
Um den Patienten Leid zu ersparen, gilt es, Brüche zu vermeiden und den Knochen zu stärken. Dies gelingt mit einer gezielten Behandlung gegen Osteoporose. Um die Therapietreue bei gleichzeitiger wirksamer Medikation zu sichern, entwickelten seit Dezember 2001 die pharmazeutischen Unternehmen Hoffmann-La Roche AG und GlaxoSmithKline (GSK) gemeinsam ein neues Osteoporose-Medikament, das im September 2005 die Zulassung erhalten hat. Dabei handelt es sich um ein Bisphosphonat, das nur einmal im Monat genommen werden muss. In umfangreichen klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass der Wirkstoff das Risiko für neue Wirbelkörperfrakturen zuverlässig und wirkungsvoll reduziert, mindestens so effektiv wie eine tägliche Gabe und dabei gut verträglich ist.



