Kinder- und Jugendimpfstoffe
Impfungen haben entscheidend dabei geholfen, die Kindersterblichkeit auf den niedrigsten Stand zu senken, den es in der Geschichte der Menschheit je gab. Dies bedeutet aber nicht, dass Impfungen weniger wichtig werden. Im Gegenteil: Krankheiten, vor denen Impfungen schützen, würden schnell zurückkehren, wenn zu wenig und zu spät geimpft würde. So nahmen Masernerkrankungen in den letzten Jahren wieder zu, weil es Eltern gab und gibt, die diese Krankheit fälschlicherweise für harmlos und die Impfung für überflüssig halten. Fakt ist jedoch: Masern können lebensbedrohlich sein, für Säuglinge ebenso der Keuchhusten. Der einzige wirksame Schutz besteht darin, Kinder rechtzeitig und ausreichend zu impfen. Manchmal kann es dabei zu Impfreaktionen kommen wie Rötungen, Schwellungen und leichtem Fieber. Wirklich ernsthafte Impfkomplikationen sind dagegen extrem selten – sehr viel seltener als lebenslange und sogar tödliche Folgen der zu verhindernden Krankheiten.
Impfempfehlungen
Eltern wird geraten, ihr Kind innerhalb seiner ersten 14 Lebensmonate mit der so genannten Sechsfachimpfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B, Kinderlähmung und Haemophilus influenzae Typ b (Hib) impfen zu lassen. Der Impfschutz wird dabei in vier aufeinander folgenden Impfungen aufgebaut.
Neben der Sechsfach-Impfung sollen Kinder auch gegen Pneumokokken geimpft werden. Pneumokokken-Bakterien können schwere Erkrankungen wie Hirnhaut- und Lungenentzündung oder eine Blutvergiftung hervorrufen. Außerdem sind Pneumokokken für etwa ein Drittel aller Mittelohrentzündungen im Kleinkindalter verantwortlich. Die STIKO empfiehlt diese Impfung für alle Kinder in einem Alter von sechs Wochen bis zu zwei Jahren.
Auch die Impfungen gegen die unter dem Kürzel MMR und V bekannten Kinderkrankheiten Masern, Mumps, Röteln und Varizellen (Windpocken) zählen zur Grundimmunisierung jedes Kleinkindes. Zudem sollen Kinder im zweiten Lebensjahr gegen Meningokokken geimpft werden.
Die STIKO empfiehlt zur Reduktion der Krankheitslast durch den Gebärmutterhalskrebs eine generelle Impfung gegen humane Papillomviren (Typen HPV 16, 18) für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren.
Informationen zu allen weiteren aktuellen Empfehlungen der STIKO finden Sie hier. Dort erfahren Sie auch alles zu den empfohlenen Impfterminen und ob gegebenenfalls weitere Schutzmaßnahmen erforderlich sind.





