Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs
Alle zwei Minuten stirbt auf der Welt eine Frau an Gebärmutterhalskrebs – ausgelöst wird diese Erkrankung durch Viren, die sich Humane Papillomviren (HPV) nennen. Seit 2006 gibt es gegen diese durch sexuelle Kontakte übertragenen Viren jedoch eine Impfung.
Die Vermeidung von Krebsfällen ist das Hauptziel der HPV-Impfung. Vielen Frauen und Mädchen ist aber nicht bewusst, dass Infektionen mit krebserregenden HPV-Typen auch Probleme bereiten können, die bereits wesentlich früher und häufiger auftreten als die Tumore: So werden Krebsvorstufen ab einem gewissen Schweregrad häufig durch einen chirurgischen Eingriff namens „Konisation“ entfernt, um ein Wachsen der Krebsvorstufen zu verhindern. Neben den üblichen Operationsrisiken – Blutung, Infektion und Schmerzen – erhöht sich damit für Frauen, die später schwanger werden, das Risiko für Fehl- und Frühgeburten deutlich.
Hilfreiche Informationen:
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (HPV-Impfung). Diese Impfung wird für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren von den Krankenkassen bezahlt – in Einzelfällen auch darüber hinaus, aber das muss mit der jeweiligen Kasse abgeklärt werden.
Da HPV-Viren durch sexuelle Kontakte übertragen werden, empfiehlt sich eine Impfung bereits im frühen Jugendalter. Der richtige Ansprechpartner dafür ist der Kinder- und Jugendarzt oder der Frauenarzt bei einem der ersten Frauenarztbesuche. Auch Frauen, die bereits sexuell aktiv sind, können von der Impfung profitieren, da immer noch eine Neuinfektionsgefahr mit HPV besteht.





