Lymphatische Filariose: Eine Krankheit wird eliminiert

Im Jahre 1998 startete ein weltweites Programm zur Ausrottung der Lymphatischen Filariose (LF), der sogenannten Elefantenkrankheit. GlaxoSmithKline (GSK) stellt dafür eines seiner Medikamente kostenlos zur Verfügung – für mehr als eine Milliarde Menschen bis zum geplanten Ende des Programms im Jahre 2020. Schon jetzt ist der Erfolg überwältigend.

Mehr als eine Milliarde Menschen in 83 Ländern sind von einer Infektion mit LF bedroht – eine durch Mücken übertragene Krankheit, die furchtbare Entstellungen verursacht. Rund 120 Millionen Menschen waren im Jahre 2005 bereits an LF erkrankt, ohne Aussicht auf Heilung. Die meisten Patienten infizieren sich schon als Kinder, zum Ausbruch kommt die Krankheit jedoch oft erst im Erwachsenenalter.

Lymphatische Filariose: Arzt gibt Kind Medizin

Auslöser der Elefantiasis sind Fadenwürmer, die in das Lymphsystem eindringen und sich dort vermehren. Wenn die Krankheit chronisch wird, blockieren Wurmlarven die Lymphbahnen - die Lymphflüssigkeit kann nicht mehr abfließen. Sie staut sich in den Gliedmaßen, die dadurch enorm anschwellen.

Es ist jedoch möglich, den Lebenszyklus der Fadenwürmer zu unterbrechen. Dazu muss die Bevölkerung der Risikogebiete - einmal jährlich und über einen Zeitraum von fünf Jahren - zwei antiparasitäre Medikamente einnehmen. Eines dieser Medikamente ist Albendazol, das von GlaxoSmithKline (GSK) hergestellt und den Patienten kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und über 40 weiteren Partnern hat GSK eine globale Allianz aufgebaut mit dem Ziel, möglichst viele Menschen in den gefährdeten Gebieten zu erreichen. Damit diese enorme logistische und organisatorische Herausforderung bewältigt werden kann, spendet GSK zusätzlich zu den Medikamenten umgerechnet rund 1,3 Millionen Euro pro Jahr.

Bis zu Beginn des Jahres 2009 hat GSK mehr als eine Milliarde Albendazol-Tabletten kostenlos in über 46 Ländern abgegeben. Mit Erfolg: Bislang wurden 6,6 Millionen Kinder vor der Krankheit bewahrt. Bei 9,5 Millionen Menschen, die bereits mit LF infiziert sind, konnte ein Fortschreiten der Krankheit verhindert werden.

“Vor 30 Jahren führte der medizinische Fortschritt zur Ausrottung der Pocken“, sagt Andrew Witty, Vorstandsvorsitzender von GSK, „heute sind wir zuversichtlich, mit LF bald eine weitere Krankheit in die Geschichtsbücher verbannen zu können. Unser Ziel ist es, die Welt endgültig von dieser Krankheit zu befreien.“

Clinical Trial Register

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