Facing the Challenge
GlaxoSmithKline nimmt die Herausforderung an
Forschung und Entwicklung für die Krankheiten der Entwicklungsländer
Forschung für Entwicklungsländer
GlaxoSmithKline (GSK) ist ein weltweit führendes forschendes Gesundheitsunternehmen. Es ist unser Anspruch, auch Medikamente gegen Krankheiten zu entwickeln, die am häufigsten in den armen Ländern grassieren – so zum Beispiel gegen Malaria, Tuberkulose, Cholera, Dengue-Fieber und andere vernachlässigte Krankheiten.
Das GlaxoSmithKline-Programm ist unter dem Titel „Facing the Challenge“ gebündelt und ruht im Wesentlichen auf drei Säulen:
- Produkt-Spenden und Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E), speziell für die Krankheiten der Entwicklungsländer.
- nachhaltig gestaltete Vorzugspreise für unsere Malaria-Medikamente und Impfstoffe.
- Unterstützung von lokalen Selbsthilfegruppen und kommunalen Partnerschaftsprogrammen, die sich um eine wirksame Gesundheitsversorgung kümmern, sowie enge Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen.

Allein im Jahr 2010 hat GSK Medikamente, Hilfsgüter und Geld im Wert von 258 Millionen Euro gespendet, um weltweit Menschen in Not zu helfen.
Strategie der Offenen Innovation
Im spanischen Tres Cantos betreibt GSK seit dem Jahre 2000 eine eigene Forschungsabteilung im Kampf gegen die weit verbreiteten Krankheiten in Entwicklungsländern. Dieses Wissenschaftszentrum ist zugleich Schaltzentrale für das „Open Lab“, ein offenes Labor, das die Erforschung vernachlässigter Krankheiten entscheidend voranbringen soll. Im „Open Lab“ forschen bis zu 60 Wissenschaftler aus aller Welt – für diese Arbeit stellt GSK 8 Millionen Dollar Grundkapital über eine gemeinnützige Stiftung zur Verfügung.
Zur Strategie der Offenen Innovation gehört auch der so genannte Patent-Pool, in den GSK über 800 Patentrechte und –anträge eingebracht hat. An dem Pool unter Leitung der unabhängigen Institution „BIO Ventures for Global Health“ beteiligen sich auch andere Unternehmen und Forschungszentren, darunter die „South Africa`s Technology Innovation Agency“. Ziel des Pools ist es, Medikamente gegen 16 vernachlässigte tropische Krankheiten zu entwickeln.
Flexible Preise
Eine faire Preispolitik ist ein wichtiger Faktor, um Medikamente und Impfstoffe in den ärmeren Ländern verfügbar zu machen.
GSK gibt seine Präparate in den 50 ärmsten Ländern zu maximal einem Viertel der Summe ab, die in Industriestaaten bezahlt wird. Im April 2009 wurden deshalb die Preise von 11 Produkten gesenkt – um durchschnittlich 45 Prozent.
20 Prozent aller Gewinne in den Entwicklungsländern werden in den Ausbau der öffentlichen Gesundheitssysteme investiert. So wurden bis dato Projekte in sechs Ländern gefördert, darunter eine Krankenschwestern-Ambulanz in Ruanda, eine Ambulanz für schwangere Frauen in Sudan, Gesundheitsprojekte für Schwangere und Kinder in Äthiopien und dem Kongo als auch Projekte, die die Verbesserung des Zugangs zu Wasser und sanitären Einrichtung in Kambodscha und Burma zum Ziel haben.
Vorzugspreise gelten auch für Impfstoffe: GSK gibt sie zu 25% des Preises ab, der in Industrienationen bezahlt wird. In den 64 ärmsten Ländern der Erde gibt ViiV Healthcare – ein von GSK gemeinsam mit Pfizer gegründetes und auf HIV spezialisiertes Unternehmen – seine HIV-Medikamente zum Selbstkostenpreis ab. Elf Generikafirmen haben Lizenzen zur Herstellung von HIV-Medikamenten erhalten und konnten so allein im Jahr 2010 rund 594 Millionen Tabletten herstellen. Die Zahl dieser freiwilligen Lizenzen soll noch erhöht werden.

Tuberkulose (Tb)
Jedes Jahr sterben weltweit rund zwei Millionen Menschen an Tuberkulose1. Besonders heftig wütet Tb in Afrika südlich der Sahara und in Asien – dort leben mehr als 80 Prozent aller Tb-Patienten1.
Gemeinsam mit der „Global Alliance for TB Drug Development“ forscht GSK nach neuen Tb-Medikamenten. Wichtigstes Projekt der Forscher in Tres Cantos ist dabei die Suche nach Mycobacterium-Gyrase-Inhibitoren, also nach Hemmstoffen für ein Enzym des Tb-Erregers. Außerdem erforscht GSK Biomarker, die frühzeitig die Frage beantworten könnten, ob Patienten auf einen Wirkstoff ansprechen – bislang kann erst 18 bis 24 Monate nach dem Ende einer Behandlung festgestellt werden, ob sie tatsächlich gewirkt hat.
Langfristig soll sich die Therapiedauer bei Tb auf sieben bis zehn Tage verkürzen – derzeit sind es noch sechs bis neun Monate.
1 WHO report 2006
Malaria
Weltweit erkranken jedes Jahr mehr als 300 Millionen Menschen an Malaria und mindestens eine Million Menschen sterben daran.2 90 Prozent der durch Malaria verursachten Todesfälle kommen in Afrika südlich der Sahara2 vor. Alle 30 Sekunden stirbt in Afrika ein Kind an Malaria.2
Mit Hochdruck treibt GSK gemeinsam mit der „Malaria Vaccine Initiative“ (MVI) die Erforschung eines Malaria-Impfstoffes voran – im Jahre 2009 startete die Phase III der Klinischen Studien mit mehr als 16.000 Teilnehmern in Tansania, Burkina Faso, Gabun, Ghana, Kenia, Malawi und Mosambik. Erste Ergebnisse der laufenden Phase-III-Studie, die im Jahr 2011 veröffentlicht wurden, zeigen, dass der Malaria-Impfstoff-Kandidat RTS,S* bei afrikanischen Kindern im Alter von 5 bis 17 Monaten das Malariarisiko halbiert. Bei einem erfolgreichen Abschluss dieser Studien könnte der Impfstoff RTS,S im Jahr 2015 zugelassen werden. Mehr Informationen dazu finden Sie in einer Pressemitteilung vom 18.10.2011.
Im Rahmen der Strategie der „Offenen Innovation“ startete GSK ein wissenschaftliches Großprojekt, das dazu führen könnte, völlig neue Malaria-Medikamente zu entwickeln: Fünf Forscher überprüften ein Jahr lang rund zwei Millionen Moleküle auf der Suche nach neuen Wirkstoff-Kandidaten gegen den Malariaerreger P. falciparum. Am Ende blieben 13.500 Wirkstoff-Kandidaten übrig, deren Daten im Internet einsehbar sind. Dadurch haben Wissenschaftler auf der ganzen Welt die Chance, bei der Forschung nach neuen, innovativen Malariamedikamenten entscheidend voran zu kommen.
Gemeinsam mit der Organisation „Medicines for Malaria Venture“ (MMV) arbeitet GSK an der Entwicklung neuer Medikamente gegen Malaria. Tafenoquine bekämpft den Malaria-Erreger Plasmodium vivax. 2009 begannen Studien zu Verträglichkeit und Wirksamkeit des Wirkstoffes.
Pyridone GSK932121 ist eine neue Wirkstoff-Klasse mit dem Potenzial, gegen Malaria-Erreger zu wirken, die Resistenzen gegen andere Medikamente entwickelt haben – hier laufen seit 2009 erste Klinische Versuche am Menschen.
*RTS,S enthält das von Antigenics Inc, einer hundertprozentigen Tochter von Agenus Inc. (NASDAQ: AGEN), lizensierte Adjuvans QS-21 Stimulon® sowie MPL und Liposome.
2 WHORBM Factsheet no. 94.


Impfstoffe
Fast 70 Prozent der 1,4 Milliarden Impfstoff-Dosen, die GSK im Jahre 2010 herstellte, gingen in Entwicklungsländer – insgesamt waren das über eine Milliarde Dosen.
Dazu gehören auch drei Impfstoffe, die von der WHO den „Prequalification Status“ erhielten, der es großen UN-Organisationen ermöglicht, Impfstoffe zu Vorzugspreisen zu ordern und für Programme zur Massen-Impfung zu verwenden. Solche großen Impfprogramme sind jetzt mit dem Rotavirus-Impfstoff von GSK möglich, mit dem Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs und mit einem neuen Pneumokokken-Impfstoff, der 2009 die europäische Zulassung erhielt.
GSK spendete der WHO 60 Millionen Dosen seines Impfstoffes gegen die H1N1-Grippe-Pandemie.
Einen möglichen Impfstoff gegen Tuberkulose erforscht GSK gemeinsam mit der „Aeras Global TB Vaccine Foundation“. Der Wirkstoff-Kandidat „M72“ hat in ersten Studien bereits ermutigende Resultate erzielt. Sie deuten darauf hin, dass der Impfstoff sicher ist und bei Erwachsenen in Tb-Gebieten eine starke Immunantwort hervorruft. Jetzt sind Phase II-Studien mit Erwachsenen und Kindern in Regionen geplant, die besonders stark von Tb betroffen sind.
Public Private Partnerships (PPP), die öffentlich-privaten Partnerschaften
Die weltweiten Gesundheitsprobleme lassen sich nur gemeinsam lösen – GSK arbeitet deshalb mit vielen starken Partnern aus dem öffentlichen und privaten Bereich zusammen.
Eines der ehrgeizigsten Partnerschaftsprogramme weltweit ist die „Global Alliance to Eliminate Lymphatic Filariasis“ (GAELF), bei der GSK eine führende Rolle spielt. Ziel der GAELF ist es, die Lymphatische Filariose (LF) bis zum Jahr 2020 auszurotten. 120 Millionen Menschen leiden unter LF, mehr als eine Milliarde sind bedroht. Diese verunstaltende Krankheit, auch Elefantiasis genannt, wird durch Parasiten verursacht und durch Mücken von Mensch zu Mensch übertragen. GSK stellt für GAELF sein Medikament Albendazol zur Verfügung und wird insgesamt 6 Milliarden Tabletten im Wert von 1 Milliarde Dollar spenden – die Tabletten müssen über fünf Jahre hinweg einmal jährlich eingenommen werden. Allein im Jahre 2010 hat GSK 556 Millionen kostenlose Albendazol-Tabletten abgegeben. Bislang erhielten mehr als 570 Millionen Menschen in 48 Ländern mehr als 1,9 Milliarden Behandlungen. In Ägypten, Togo, Sri Lanka, Sansibar und auf den Vanuatu-Inseln im Südpazifik konnte die Behandlung bereits abgeschlossen werden – schätzungsweise 24 Millionen neugeborene Kinder konnten dort vor dem Risiko bewahrt werden, sich mit dem Erreger zu infizieren.

GSK unterhält mehrere Partnerschaften im Kampf gegen Malaria: Neben MVI und MMV zählt dazu vor allem die Initiative „African Malaria Partnership“ (AMP), die seit 2001 in Afrika lokale Ausbildungs- und Verhaltensprogramme betreibt. GSK hat solche Programme von Anfang an unterstützt. Zuletzt stellte GSK im Jahre 2009 umgerechnet rund 1,7 Millionen Euro bereit, mit denen über drei Jahre hinweg vier neue Initiativen gefördert werden: Die Organisation „Save the children“ erhält 710.000 Euro, um damit Insektensprays und Moskitonetze in Kenia zu verteilen und so Malaria-Ausbrüche einzudämmen; 415.000 Euro gehen an „Family Health International“ für Vorsorge-Programme in Ghana; mit insgesamt 585.000 Euro werden Malaria-Präventionsprogramme in Tansania und Nigeria unterstützt.
GSK unterstützt auch andere Präventions-Programme – so zum Beispiel PHASE (Personal And Sanitation Education), das von Hilfsorganisationen wie „Save the children“ und „Plan international“ getragen wird. GSK spendete bislang insgesamt umgerechnet rund 5 Millionen Euro für dieses Hygiene-Programm mit dem Ziel, lebensbedrohliche Durchfall-Erkrankungen in der Dritten Welt einzudämmen. 2009 wurde das Programm in den Slums der indischen Großstadt Mumbai etabliert – dort soll es bis 2012 rund 20.000 Kinder und ihre Familien erreichen. In Uganda wendet sich PHASE seit Juni 2009 an rund 130.000 Kinder in nahezu 200 Schulen.

GSK belegte nach 2008 auch im Jahre 2010 den ersten Platz im Access-to-Medicine-Index. Dieser Index bewertet, wie sehr sich die 20 führenden Pharma-Unternehmen dafür einsetzen, dass die Menschen in ärmeren Ländern Zugang zu Medikamenten erhalten. „Dieser erste Platz ist großartig für uns“, sagt Andrew Witty, „aber wir können und werden noch viel mehr tun.“





