Facing the Challenge

GlaxoSmithKline nimmt die Herausforderung an

Forschung und Entwicklung für die Krankheiten der Entwicklungsländer

GlaxoSmithKline (GSK) ist ein weltweit führendes forschendes Gesundheitsunternehmen. Es ist unser Anspruch, auch Medikamente gegen Krankheiten zu entwickeln, die am häufigsten in den armen Ländern der Welt grassieren. GSK forscht und entwickelt für die Behandlung und Prävention jener drei Krankheiten, deren Bekämpfung von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besonders dringlich eingestuft wurde: HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose. Aber unsere Forscher bekämpfen auch die so genannten „vernachlässigten“ Krankheiten, darunter seltene Wurm- und Parasitenerkrankungen. Die Forschungs- Pipeline enthält 12 Projekte – und ist damit eine der größten Pipelines mit dem Schwerpunkt Entwicklungsländer weltweit.

Das GlaxoSmithKline-Programm ist unter dem Titel „Facing the Challenge“ gebündelt und ruht im Wesentlichen auf drei Säulen:

  • Produkt-Spenden und Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E), speziell für die Krankheiten der Entwicklungsländer.

  • Nachhaltig gestaltete Vorzugspreise für unsere HIV/AIDS-Medikamente, Malaria-Medikamente und Impfstoffe.

  • Unterstützung von lokalen Selbsthilfegruppen und kommunalen Partnerschaftsprogrammen, die sich um eine wirksame Gesundheitsversorgung kümmern, sowie enge Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen.
Frau mit Kind

Allein im Jahr 2009 hat GSK Medikamente, Hilfsgüter und Geld im Wert von umgerechnet rund 183 Millionen Euro gespendet, um weltweit Menschen in Not zu helfen.

Tres Cantos: Ein Team im Kampf gegen die Krankheiten der Entwicklungsländer

Im spanischen Tres Cantos betreibt GSK seit 2000 eine eigene Forschungsabteilung im Kampf gegen die weit verbreiteten Krankheiten in Entwicklungsländern. Die Wissenschaftler konzentrieren sich dabei auf die besonderen Anforderungen, die bei der Entwicklung von solchen Medikamenten beachtet werden müssen. So müssen immer wieder neue Malariamittel gefunden werden, da sich nach einiger Zeit Resistenzen bilden können. Um in armen Regionen Erfolg zu haben, müssen die Medikamente nicht nur sicher und gut verträglich, sondern auch einfach einzunehmen und vor allem preisgünstig sein.

HIV / AIDS

Forscher von GSK entwickelten 1986 das erste antiretrovirale Medikament; GSK hat seitdem ständig neue Therapieoptionen auf den Markt gebracht.

HIV-Patienten in den Entwicklungsländern sind dramatisch unterversorgt. GSK gibt deshalb HIV-Medikamente zum Selbstkostenpreis ab – in 64 besonders armen Ländern, darunter alle afrikanischen Länder südlich der Sahara. Unser Kombinationspräparat Combivir® stellen wir für 54 US-Cent pro Tag zur Verfügung, Epivir® für 17 US-Cent. Rund 472 Millionen Combivir- und Epivir-Tabletten konnten wir alleine 2009 bereitstellen – 439 Millionen davon wurden von acht generischen Herstellern produziert, die von GSK eine Lizenz für die Herstellung und den Vertrieb antiretroviraler Therapeutika in Afrika erhalten haben.

Patienten

Armut ist die Hauptursache für die schlechte medizinische Versorgung in den Entwicklungsländern. GSK hat deshalb schon 1992 „Positive Action“ gestartet, ein Langzeitprogramm, bei dem es nicht nur um die Behandlung mit Medikamenten geht, sondern auch um Aufklärung und Prävention. Gemeinsam mit verschiedenen Organisationen betreibt „Positive Action“ unter anderem Aufklärungskampagnen und Ausbildungsprogramme, die auf die Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten sind. So hat „Positive Action“ 8.000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Ostafrika ausgebildet oder mit einer großen Info-Kampagne rund drei Millionen Frauen in ländlichen Gebieten Indiens erreicht. Daneben unterstützt GSK auch das Programm „TREAT Asia“ – ein Netzwerk aus Kliniken, Forschungseinrichtungen und Patienten-Organisationen, das zur AIDS-Bekämpfung in China, Kambodscha, Thailand und Vietnam beiträgt.

Positive Action

Tuberkulose (Tb)

Jedes Jahr sterben weltweit rund zwei Millionen Menschen an Tuberkulose1. Besonders heftig wütet Tb in Afrika südlich der Sahara und in Asien – dort leben mehr als 80 Prozent aller Tb-Patienten.1

Gemeinsam mit der „Global Alliance for TB Drug Development“ forscht GSK nach neuen Tuberkulose- Medikamenten. Derzeit werden fünf Therapie-Ansätze erforscht. Das Hauptaugenmerk der Forscher im spanischen GSK-Forschungslabor Tres Cantos gilt dabei der Suche nach Mycobacterium-Gyrase-Inhibitoren, also nach Hemmstoffen für ein Enzym des Tuberkulose-Erregers. Bei zwei anderen Projekten mit der TB-Alliance geht es darum, Antibiotika mit neuartigen Wirkmechanismen gegen den Erreger zu entwickeln. Und: Die Forschung nach Biomarkern soll viel schneller als bisher die Frage beantworten, ob Patienten auf einen Wirkstoff ansprechen.

Langfristig soll sich die Therapiedauer bei Tb auf sieben bis zehn Tage verkürzen – derzeit sind es noch sechs bis neun Monate.

1 WHO report 2006

Malaria

Weltweit erkranken jedes Jahr mehr als 300 Millionen Menschen an Malaria und mindestens eine Million Menschen sterben daran.2 90 Prozent der durch Malaria verursachten Todesfälle kommen in Afrika südlich der Sahara2 vor. Alle 30 Sekunden stirbt in Afrika ein Kind an Malaria.2

Die Forscher von GSK arbeiten mit Wissenschaftlern von „Medicines for Malaria Venture“ (MMV) daran, gut verträgliche, wirksame und günstige Medikamente gegen Malaria zu entwickeln. Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit betrifft die Weiterentwicklung von Makrolid-Antibiotika, deren Wirkstoff Azithromycin auch gegen Malaria-Erreger wirken könnte, die gegen andere Medikamente resistent sind.

Den Malaria-Erreger Plasmodium vivax bekämpft der Wirkstoff Tafenoquine, den GSK-Forscher gemeinsam mit MMV und dem „Walter Reed Army Institute of Research“ entwickeln.

Bereits im Herbst 2008 soll es beim Projekt „Pyridone GSK932121“ erste klinische Studien am Menschen geben – „Pyridone“ sind eine neue Wirkstoff- Klasse mit dem Potenzial, gegen Malaria-Erreger zu wirken, die Resistenzen gegen andere Medikamente entwickelt haben.

2 WHORBM Factsheet no. 94.

Infoblatt Malaria

Impfstoffe

Rund eine Milliarde der 1,4 Milliarden Impfstoffdosen, die GSK im Jahre 2009 herstellte, gingen in Entwicklungsländer.

Dazu gehörte auch der Rotavirus-Impfstoff von GSK, der von der WHO den „Prequalification Status“ erhielt – dadurch können große UN-Organisationen den Impfstoff zu Vorzugspreisen ordern und ihn für Programme zur Massen-Impfung verwenden.

Die WHO erhält von GSK – über drei Jahre verteilt – kostenlos 50 Millionen Dosen präpandemischen Impfstoff, der im Fall einer Grippe- Pandemie den ärmsten Ländern der Welt kurzfristig zur Verfügung gestellt werden kann. Als einziger Impfstoffhersteller arbeitet GSK daran, Impfstoffe gegen Malaria, Tuberkulose und AIDS zu entwickeln.

RTS,S/AS ist der weltweit am weitesten in der klinischen Entwicklung fortgeschrittene Prüf-Impfstoff gegen Malaria: Im Mai 2009 hat die letzte Phase der klinischen Prüfung begonnen. Die Phase-III-Studie wird elf Zentren in Burkina Faso, Gabun, Ghana, Kenia, Malawi, Mosambik und Tansania einschließen.Als letztes Stadium vor der Zulassung soll diese Phase-III-Studie nochmals Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs bei Säuglingen und Kleinkindern testen. Verläuft diese Studie der Phase III erfolgreich, soll der Zulassungsantrag für RTS,S im Jahr 2012 eingereicht werden. Damit könnte die Impfung eventuell bereits 2012 für Kinder im Alter von 5 bis 17 Monaten und ab 2014 für Säuglinge im Alter von 6 bis 12 Wochen zur Verfügung stehen. „Dieser Impfstoff“, so der GSK-Vorstandsvorsitzende Andrew Witty, „könnte zu einem der größten medizinischen Meilensteine der letzten 50 Jahre werden.“

Einen möglichen Impfstoff gegen Tuberkulose erforscht GSK gemeinsam mit der „Aeras Global TB Vaccine Foundation“. Der Wirkstoff-Kandidat „Mtb72F/ AS02A“ hat in präklinischen Studien bereits ermutigende Resultate erzielt. An Testreihen in Europa nehmen Erwachsene teil, die mit Tb infiziert waren oder mit „Bacillus Calmette-Guérin“ geimpft wurden. Danach sollen Studien in Afrika und anderen Tb-Gebieten beginnen – dabei werden Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoff-Kandidaten in Bevölkerungsgruppen getestet, die sehr stark von Tb betroffen sind.

Die Wissenschaftler von GSK sind an zwei Forschungsprojekten zur Entwicklung eines HIV-Impfstoffes beteiligt – mit dem „Institut Pasteur“ und mit der „Internationalen AIDS Vaccine Initiative“ (IAVI). Daneben arbeiten die GSK-Forscher auch an einem Impfstoff gegen das sich immer weiter ausbreitende Dengue-Fieber, der sich derzeit in der präklinischen Entwicklungsphase befindet.

Kind mit Moskito-Netz

Public Private Partnerships (PPP), die öffentlich-privaten Partnerschaften

Die weltweiten Gesundheitsprobleme lassen sich nur gemeinsam lösen – GSK arbeitet deshalb mit vielen starken Partnern aus dem öffentlichen und privaten Bereich zusammen.

Eines der ehrgeizigsten Partnerschaftsprogramme weltweit ist die „Global Alliance to Eliminate Lymphatic Filariasis“ (GAELF), bei der GSK eine führende Rolle spielt. Ziel der GAELF ist es, die Lymphatische Filariose (LF) bis zum Jahr 2020 auszurotten. 120 Millionen Menschen leiden unter LF, mehr als eine Milliarde sind bedroht. Diese verunstaltende Krankheit, auch Elefantiasis genannt, wird durch Parasiten verursacht und durch Mücken von Mensch zu Mensch übertragen. GSK stellt für GAELF sein Medikament Albendazol zur Verfügung und wird insgesamt 6 Milliarden Tabletten im Wert von 1 Milliarde US-$ spenden – die Tabletten müssen über fünf Jahre hinweg einmal jährlich eingenommen werden. Bislang hat GSK über 1,4 Milliarden kostenlose Albendazol-Tabletten abgegeben. Mit Erfolg: In Ägypten, Togo, Sri Lanka, Sansibar und auf den Vanuatu- Inseln im Südpazifik konnte die Behandlung bereits abgeschlossen werden – schätzungsweise 24 Millionen neugeborene Kinder konnten dort vor dem Risiko bewahrt werden, sich mit dem Erreger zu infizieren.

Tabletten-Dose

GSK unterhält mehrere Partnerschaften im Kampf gegen Malaria: Neben der MVI zählen dazu vor allem zwei große Initiativen: Die GSK- „African Malaria Partnership“ (AMP), die in Afrika lokale Ausbildungs- und Verhaltensprogramme betreibt, so in Benin, Burkina Faso, Ghana, Mali und Togo; und die „Medicines for Malaria Venture“ (MMV), deren Ziel es ist, die Entwicklungsländer mit wirksamen Medikamenten gegen Malaria zu versorgen.

GSK unterstützt auch Präventions-Programme – ein Beispiel dafür ist PHASE (Personal Hygiene And Sanitation Education), das von Hilfsorganisationen wie „Save the children“ und „Plan international“ getragen wird. GSK spendete ingesamt über 7 Millionen US-Dollar für dieses Hygiene- Programm mit dem Ziel, lebensbedrohliche Durchfall-Erkrankungen in der Dritten Welt einzudämmen. Bislangwurden mehr als 700.000 Kinder u.a. in Kenia, Sambia, Uganda, Nicaragua, Peru, Bangladesh, Mexiko und Tadschikistan erreicht. Mit Erfolg: Eine Studie an Schulen in Kenia zeigte, dass dort die Durchfall-Erkrankungen um 40 Prozent zurückgingen.

Patienten

GSK belegte im Jahre 2008 den ersten Platz im Access-to-Medicine-Index. Dieser Index bewertet, wie sehr sich die 20 führenden Pharma-Unternehmen dafür einsetzen, dass die Menschen in ärmeren Ländern Zugang zu Medikamenten erhalten. „Dieser erste Platz ist großartig für uns“, sagt Andrew Witty, „aber wir können und werden noch viel mehr tun.“