Ist eine Hühnereiallergie durch frühzeitige Hühnereigabe in der Beikost vermeidbar?

GlaxoSmithKline verleiht pina-Nachwuchsstipendium 2011

Veronika Müller, Assistenzärztin an der Berliner Charité, ist die diesjährige Preisträgerin des mit € 10.000 dotierten und von GlaxoSmithKline (GSK) gesponserten pina -GSK-Stipendiums. Verliehen wurde ihr das Nachwuchsforschungsstipendium im Rahmen des pina-Symposiums auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinischer Immunologie (DGAKI) in Wiesbaden.

Gefördert wird eine Studie als Teil eines Forschungsprojektes in der Klinik für Pädiatrie m. S. Pneumologie und Immunologie der Berliner Charité unter Leitung von Prof. Dr. med. Kirsten Beyer. In dem Forschungsprojekt soll untersucht werden, ob durch eine frühzeitige und regelmäßige Hühnereigabe mit Beginn der Beikost eine Hühnereiallergie verhindert werden kann. Im Rahmen dieser randomisierten, doppelblinden und plazebo-kontrollierten Studie erhält eine Gruppe von Säuglinge mit Beginn der Beikost dreimal wöchentlich ein Verum mit Hühnereiprotein, die andere Gruppe jeweils Placebopulver. In beiden Gruppen wird im zwölften Lebensmonat die Entwicklung einer Hühnereisensibilisierung und –allergie untersucht.

Vor Intervention werden bei allen Säuglingen im Alter von vier bis sechs Monaten spezifische IgE-Antikörper gegen Hühnerei gemessen, um eine mögliche Sensibilisierung vor Beginn der Beikostgabe zu erfassen. Bei Säuglingen, die eine Sensibilisierung gegen Hühnerei zeigen, schließt sich zur Evaluation der klinischen Relevanz eine doppelblind, plazebo-kontrollierte Nahrungsmittelprovokation an. Dieses Teilprojekt der bereits laufenden Studie zeigt, dass bereits ein nennenswerter Teil der Säuglinge mit vier bis sechs Lebensmonaten noch vor Einführung der Beikost gegen Hühnerei sensibilisiert ist und auch eine klinisch relevante Hühnereiallergie aufweist. Deshalb stellt sich der Forschungsgruppe die Frage, ob die Hühnereigabe mit Beginn der Beikost als Prävention einer Hühnereiallergie eventuell schon zu spät ist.

„Wir erhoffen uns, mit den gewonnenen Daten aus der Studie Klarheit zu gewinnen für zukünftige Präventionsempfehlungen bezüglich der Einführung von potenten Nahrungsmitteln“, so Frau Müller.

pina = Präventions- und Informationsnetzwerk Allergie/Asthma e.V.

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