Frühe Diagnose von Lungenschäden nach Leukämie-Therapie bei Kindern ermöglichen

– GSK-Forschungsstipendium für Studie zur frühzeitigen Diagnose pulmologischer Komplikationen nach allogener Stammzelltransplantation
– Preis an Forscher des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Freiburg

Herr Dr. med. Sebastian Bode ist Träger des diesjährigen GSK-Forschungsstipendiums Klinische Pneumologie. Ziel seines Projektes ist es, möglichst früh eventuelle pulmonologische Komplikationen nach allogener Stammzelltransplantation zu erkennen. „Diese Erkrankungen sind zwar selten, verursachen aber Spätfolgen wie stark reduzierte Lungenfunktion und damit extrem verminderte Belastungsfähigkeit der Patienten,“ erläutert Dr. Sebastian Bode.

Zur Diagnose will Bode die Technik des „Multiple breath washout“ anwenden, um „zur frühen Diagnose der pulmonalen Graft versus Host disease nach allogener Stammzelltransplantation in der Pädiatrie“ zu kommen. Für dieses Projekt erhielt der Wissenschaftler vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Freiburg am 21. Juni 2015 das von GSK gestiftete Deutsche Forschungsstipendium für Klinische Pneumologie. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde von der Deutschen Atemwegsliga im Rahmen des Bad Reichenhaller Kolloquiums im alten Kurhaus überreicht. Prof. Dr. Heinrich Worth, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga, und Dr. Markus Michael Müller, Head Regional Medical Advisors Pneumologie bei GSK, gratulierten dem Gewinner des Stipendiums ganz herzlich: „Wir drücken Dr. Sebastian Bode und seinem Forschungsteam die Daumen, dass ihre Arbeit dazu beiträgt, in Zukunft die Lungenfunktion von Patienten nach überstandener allogener Stammzelltransplantation zu erhalten“, erklärt Dr. Markus Michael Müller.

GSK-Forschungsstipendium für Atemwegserkrankungen

Preisträger Dr. Sebastian Bode mit Professor Worth (Atemwegsliga) und Dr. Müller (GSK)

Hintergrund zum geförderten Projekt
Pulmologische Komplikationen nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation sind selten, weisen jedoch eine signifikante Morbidität und Mortalität auf. Ein von Donor T-Zellen vermitteltes Erkennen von Empfängerantigen auf Lungenepithelzellen im Rahmen einer Graft versus Host Disease (GvHD) kann zu Bronchiolitis obliterans (BO), einem Bronchiolitis obliterans Syndrom (BOS) und rezidivierenden Infektionen führen. Diese bedeuten schwerwiegende Komplikationen im Langzeitverlauf. Die Frühdiagnose der Bronchiolitis obliterans und ein rascher Therapiebeginn sind wesentliche Voraussetzungen für die Verbesserung der Überlebenswahrscheinlichkeit.
Die Wissenschaftlerin am Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie geht unter anderem den Fragen nach: Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Dimethylargininen und der Prognose und dem Therapieverlauf der COPD? Eignen sie sich als mögliche Biomarker der COPD?
Diese Spätfolgen beginnen oft schleichend und stellen daher eine große diagnostische Herausforderung dar. Pathologische Veränderungen in der Lungenfunktion, die über Spirometrie oder Bodyplethysmographie festgestellt werden kann, finden sich oft erst bei einer vorhandenen klinischen Symptomatik. Mittels Multiple breath washout können Veränderungen der kleinen Atemwege nach Stammzelltransplantation früher erkannt werden. Patienten erhalten dann eine immunsuppressive Therapie, die der Entwicklung einer Bronchiolotis obliterans entgegenwirkt.
In das Projekt sollen über 18 Monate ca. 15-20 Patienten prospektiv eingeschlossen werden, die eine allogene Stammzelltransplantation am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Freiburg erhalten. Dann sollen Multiple breath washout und klassische Lungenfunktionstests mit weiteren klinischen und laborchemischen Parametern verglichen werden.

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