Influenza: Vorbereitung auf die Pandemie

Beimpfen der Bruteier
mit dem H1N1-Impfstamm
Die Neue Grippe (Influenza A/H1N1) sorgt weltweit anhaltend für Schlagzeilen – GlaxoSmithKline (GSK) bereitet sich auf eine mögliche Pandemie vor und bekämpft sie auf drei Ebenen:
- Durch ein Medikament zum Inhalieren, das die Symptome mildert und die Krankheitsdauer verkürzt.
- Durch die Bereitstellung eines pandemischen Impfstoffes.
- Durch spezielle Atemschutzmasken mit einer antiviralen Beschichtung.
Produktion von Grippe-Impfstoff
Neben einer Behandlung mit Medikamenten zur Milderung der Grippe-Symptome ist die Impfung als prophylaktische Maßnahme sinnvoll.
GSK ist seit mehr als drei Jahrzehnten Experte für Grippeimpfstoffe (seit 1975). Im Impfstoffwerk in Dresden (GSK Biologicals) wird zurzeit ein Impfstoff gegen das Schweinegrippevirus Influenza A/H1N1 produziert. Ende Mai 2009 hat GSK von der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO) den H1N1-Impfstamm für einen pandemischen H1N1-Impfstoff erhalten. Die ersten Dosen stehen voraussichtlich ab Herbst zur Verfügung.
Bereits seit den 90er Jahren betreibt GSK intensive Forschung mit Pandemie-Impfstoff-Kandidaten. GSK erhielt 2007 als erstes Unternehmen die europäische Zulassung für einen Pandemie-Muster-Impfstoff und 2008 für einen präpandemischen Impfstoff gegen die Vogelgrippe.
Der Ausbau des Impfstoffwerkes in Dresden mit einer Verdoppelung seiner Kapazitäten ist ein wichtiger Meilenstein bei der Pandemie-Vorsorge. Aufgrund der aktuellen Produktion des H1N1-Pandemie-Impfstoffes in großen Mengen wurden in Dresden 150 neue Mitarbeiter eingestellt, so dass die gesamte Belegschaft auf 850 Mitarbeiter wächst.
Grippe ist nicht gleich Grippe
Die meisten Menschen kennen die Symptome nur allzu gut: Die Nase läuft, Hals- und Kopfschmerzen quälen uns, die Gliedmaßen tun weh und das Fieber steigt rasant auf 39 Grad und mehr – dies alles sind Anzeichen einer saisonalen Grippe, die sich jeden Winter auf der nördlichen Erdhalbkugel ausbreitet und die uns mindestens zwei Wochen lang ins Bett zwingt.
Viele Menschen sprechen aber auch dann von Grippe, wenn sie unter einer zwar lästigen, aber zumeist harmlosen Erkältung leiden, die schon nach wenigen Tagen wieder abklingt.
Wir sollten Erkältung und echte Grippe nicht miteinander verwechseln – denn die Grippe, die Influenza, ist eine ernste Krankheit, an der jährlich allein in Deutschland durchschnittlich acht- bis zehntausend Menschen sterben, zumeist Ältere und solche mit einem geschwächten Immunsystem. Wenn sie rechtzeitig erkannt wird, kann die Influenza mit Medikamenten behandelt werden.
Grippe-Pandemie
Erste Virus-Ausbeute
Breitet sich ein Grippevirus nicht nur lokal begrenzt und saisonal sondern weltweit aus, so handelt es sich um eine Grippe-Pandemie. Bis vor kurzem hielten es Experten für wahrscheinlich, dass ein Vogelgrippevirus sich ausbreiten könnte. Dieser Grippe-Erreger ist für Vögel hoch ansteckend. Bei engem Kontakt kann er sich auch auf den Menschen übertragen – bislang sind mehr als 200 Menschen an der Vogelgrippe gestorben, die meisten davon in Indonesien und Vietnam. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher nicht beobachtet.
Dies sieht bei der neuen Virusvariante der Schweinegrippe anders aus, hier kommt es nachweislich auch zur Mensch-Mensch-Übertragung. Grundsätzlich erfüllte das neue Virus damit die Voraussetzungen zum Pandemievirus, so dass zunächst Phase 4 (27.04.2009) und bald danach (29.04.2009) die Phase 5 der WHO-Warnstufe ausgerufen wurden. Seit 11.06.2009 gilt die höchste Warnstufe der WHO (Phase 6). Das Virus ist eine neue Variante, die genetisch Anteile von Vogel-, Schweine- und menschlichen Grippeviren enthält.
Die Fallzahlen von mit der Neuen Grippe H1N1 infizierten Personen ändern sich kontinuierlich. Aktuelle Informationen werden auf den Seiten der WHO (http://www.who.int/en/) und des Centers for Disease Control and Prevention (http://www.cdc.gov/swineflu/) zur Verfügung gestellt.
In Deutschland gibt es bislang keinen Grund zur Panik, denn in Europa verläuft die Neue Grippe mild.
Was Sie selber tun können
- Meiden Sie große Menschenansammlungen während der Grippesaison. Falls das nicht möglich ist, waschen Sie regelmäßig die Hände und berühren Sie möglichst selten Augen und Nase – das erschwert es dem Grippevirus, Sie zu infizieren.
- Gehen Sie zur alljährlichen Grippe-Impfung. Das gilt vor allem für Menschen, die besonders gefährdet sind – also Senioren, Kinder und Menschen mit empfindlichen Atemwegen.
- Bleiben Sie gesund – eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und ein gesundheitsbewusster Lebensstil stärken Ihr Immunsystem.
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