Neue Wege bei Osteoporose

Osteoporose

Es fängt häufig damit an, dass betroffene Frauen im Alter einfach kleiner werden oder gebückt gehen. Osteoporose ist eine schleichende Krankheit, deren Folgen nicht unterschätzt werden dürfen.

Der so genannte „Knochenschwund“ ist eine zunächst unmerklich verlaufende Erkrankung, die aber im Fall von Knochenbrüchen, insbesondere bei alten Menschen, eine hohe Krankheitsbelastung in Form von Schmerzen, Bettlägerigkeit, manchmal sogar dauerhafte Pflegebedürftigkeit bedeutet. Typische Merkmale der Osteoporose sind eine Abnahme der Knochenmasse und Verschlechterung der Knochenarchitektur sowie als deren Folge eine Abnahme der Knochenstabilität. Dies führt zu einer erhöhten Gefahr von Knochenbrüchen.

Nach Angaben der WHO gehört die Osteoporose zu den am meisten unterschätzten Krankheiten. Dabei sind die epidemiologischen und sozioökonomischen Dimensionen gewaltig. In Deutschland sind knapp acht Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt, insgesamt ist etwa jede dritte Frau über 50 Jahre betroffen. Besonders belastend für die Patienten und teuer für das Gesundheitssystem wird die Erkrankung, wenn es zu Knochenbrüchen kommt. Die jährlichen Kosten, die europaweit durch Osteoporose-bedingte Knochenbrüche entstehen, gehen in die Milliarden. Denn: Nur jeder fünfte Betroffene erhält eine geeignete Therapie; die Mehrzahl der Frauen bricht die Behandlung viel zu früh ab, die Hälfte bereits innerhalb der ersten zwölf Monate.

Um den Patienten Leid zu ersparen, gilt es, Brüche zu vermeiden und den Knochen zu stärken. Dies gelingt mit einer gezielten Behandlung gegen Osteoporose. Um die Therapietreue bei gleichzeitiger stark wirksamer Medikation zu sichern, hat GlaxoSmithKline (GSK) zusammen mit dem Biotechnologie-Unternehmen Amgen AG im Juni 2010 ein neues Medikament auf den Markt gebracht, das alle sechs Monate unter die Haut gespritzt wird und auf bisher einzigartige Weise dem Knochenschwund entgegen wirkt.

Quellen

Häussler B et al., Dtsch. Ärzteblatt 2006; 103 (39): 2542-2548
Pollähne W et al., Wien Med. Wochenschr. 2007; 157: 593-605

Clinical Trial Register

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Fünf Nobelpreise für GlaxoSmithKline-Forscher

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