Forschung groß geschrieben im Kampf gegen den Krebs

„Strukturen verändern – Heilung verbessern“ lautet das Motto des diesjährigen Deutschen Krebskongresses. Vom 24. bis 27. Februar treffen sich Experten aus aller Welt in Berlin und tauschen sich zu neuen Wirkstoffen und aussichtsreichen Therapien aus. Im Fokus des diesjährigen Kongresses steht die Optimierung von Versorgungsstrukturen für Krebspatienten. GlaxoSmithKline – eines der weltweit führenden forschenden Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen – ist mit zahlreichen Veranstaltungen vertreten. Das Unternehmen setzt sich für die Verbesserung der Lebensqualität ein, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

Von einer unbekannten Substanz zum wirksamen Medikament

Flüssigkeitslager

Flüssigkeitslager für Millionen
von Testsubstanzen

Im Bereich Onkologie (Krebserkrankungen) untersuchen die GSK-Forscher Prozesse, die zur Tumorentstehung und Tumorausbreitung führen. Dieses Wissen ermöglicht es, Substanzen zu entwickeln, die zielgerichtet in diese Prozesse eingreifen. Insgesamt befinden sich derzeit eine ganze Reihe potenzieller Wirkstoffe zur Vorbeugung, Behandlung und Symptomlinderung von Krebserkrankungen in der fortgeschrittenen klinischen Entwicklung, darunter auch vorbeugende und therapeutische Krebs-Impfstoffe.

Forscher im Labor

Forschen für den medizinischen
Fortschritt - Analyse neuer Wirkstoffe

In Deutschland wird dieses Jahr die Zulassung von mehreren onkologischen und hämatologischen (Bluterkrankungen betreffenden) Medikamenten erwartet. Letztere haben den Status eines „Orphan Drug“. Darunter werden Medikamente gegen insgesamt selten vorkommende und bisher nur unzureichend behandelbare Erkrankungen verstanden. Im Bereich der Onkologie werden neue Produkte für die Behandlung von Nieren- sowie Prostatakrebs verfügbar sein. Potenzielle neue Medikamente zur Behandlung verschiedener Bluterkrankungen sind zur Zulassung eingereicht.

Pionierprogramm schließt Forschungslücke

GlaxoSmithKline hat im Frühjahr 2009 ein unabhängiges und bis dato neues Forschungsprogramm ins Leben gerufen, das dazu beitragen soll, die Epidemiologie und Genetik von Brustkrebs bei nicht-kaukasischen Frauen besser zu verstehen. Das Programm GSK ERI entstand 2008, nachdem in einer Studie festgestellt wurde, dass gerade junge, nicht-kaukasische Frauen an aggressiven Brustkrebsformen erkranken und Forschungsdaten fehlen. Vier Forschergruppen wurden aus 23 Bewerbern (in 14 Ländern) ausgewählt. Die Gewinner erhalten eine Fördersumme von jeweils maximal 250.000 Dollar pro Jahr. Die Ergebnisse werden Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung gestellt. „Mit dieser Förderung tragen wir hoffentlich dazu bei, dass weltweit weniger Frauen an Brustkrebs sterben oder neu erkranken", wünscht sich Professor Torsten Strohmeyer, Leiter Forschung und Medizin von GSK Deutschland.

Die Kraft der Seele

„Ich habe Angst!“ Das sagen viele Krebspatienten nach Diagnosestellung. In dieser Ausnahmesituation wird die Angst zum ständigen Begleiter. Dann ist es besonders wichtig, dass Betroffene intensiv unterstützt und nicht alleine gelassen werden. Oft leiden Patienten unter den Nebenwirkungen einer onkologischen Behandlung wie Müdigkeit und Erschöpfung, Haarverlust, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Entzündungen. Die Psychoonkologie (psychosoziale Onkologie) kann hierbei als unterstützende, begleitende Therapie die tumorspezifischen Nebenwirkungen der Therapie abfangen und so die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Rund 30 Prozent aller Krebspatienten sind psychisch so stark belastet, dass sie psychoonkologische Unterstützung benötigen. Doch die wenigsten erhalten eine angemessene Therapie. Gründe hierfür sind häufig fehlende Informationen über Therapiemöglichkeiten bei den Ärzten und die Schwierigkeit, die Belastung des einzelnen und seinen Behandlungsbedarf festzustellen. Überdies ist die Psychoonkologie ein relativ neuer Forschungszweig, so dass es noch an genügend Fachpersonal mangelt.

GSK-Initiative: „Psyche hilft Körper“

Logo Psyche hilft Körper

Dieser Herausforderung hat sich GSK angenommen und im Jahr 2008 die Initiative „Psyche hilft Körper“ gegründet. Die Zielsetzung: neue Lösungsansätze für Krebspatienten voran zu treiben, um diesen einen besseren Umgang mit ihrer Erkrankung zu ermöglichen. GSK möchte Betroffene auf die Möglichkeiten einer psychosozialen Betreuung aufmerksam machen und die Inanspruchnahme fördern. Die Initiative stellt dafür nicht nur umfassende Hintergrundinformationen über die Psychoonkologie zur Verfügung, sondern möchte auch wissenschaftliche Arbeiten und Studien anregen, um die Kenntnisse der Fachgruppen, aber auch der breiten Öffentlichkeit zu erweitern. Unterstützt wird das Projekt von einem medizinischen Beirat bestehend aus Onkologen, Psychoonkologen und Betroffenen.

Wie sieht die Therapie aus?

Psychoonkologen befassen sich mit den psychischen und sozialen Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung. Ihre Therapieangebote reichen von Entspannungs- und Kreativ- bis hin zu Gesprächs- und Verhaltenstherapien. Einzel-, Paar- oder Gruppenangebote sind möglich. Psychoonkologen können aus verschiedenen Fachrichtungen kommen. Viele haben eine klassische Psychotherapieausbildung mit einer staatlichen Genehmigung (Approbation) absolviert. Außerdem gibt es Möglichkeiten einer speziellen zertifizierten Fortbildung.

Wie finde ich den Richtigen?

Besonders positiv wurde das Adressverzeichnis „Sprechstunde für die Seele“ von der Initiative angenommen. Dieses bündelt erstmals Angaben von Psychoonkologen in Deutschland. Die erste Auflage im Frühjahr beinhaltete bereits ca. 200 Ansprechpartner. Stetig kamen Anträge auf Neuaufnahmen hinzu, so dass Patienten aktuell aus einem Pool von rund 330 Psychoonkologen den Ansprechpartner in ihrer Umgebung finden können. Die Fachärzte sind nach Postleitzahl geordnet. Betroffene sehen aufgrund der farblichen Kennzeichnung sofort, welche Therapie der Arzt anbietet oder welche Weiterbildungen er hat. Ein weiteres Kapitel beinhaltet Adressen von Selbsthilfeorganisationen und Fachverbänden. Die neue überarbeitete Auflage des Adressverzeichnisses wird während des DKKs am GSK Stand erstmalig zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wird es an Patientenselbsthilfegruppen und an Ärzte versandt und kann zudem unter www.gsk-onkologie.de in der Rubrik "Informationsangebote für Patienten" herunter geladen werden.

www.brustkrebsstudien.com

Clinical Trial Register

Clinical Trial Register

Transparenz bei klinischen Studien

Fünf Nobelpreise für GlaxoSmithKline-Forscher

Fünf Nobelpreise für GlaxoSmithKline-Forscher