Welt-Männertag am 3. November
Unter der Schirmherrschaft von Michail Gorbatschow findet am 3. November der Welt-Männertag statt – dabei geht es darum, „Männerthemen“ ins Bewusstsein zu rücken, die sonst eher tabuisiert werden.

Eines dieser Themen heißt: Krebsvorsorge. Sie wird für alle Männer ab 45 Jahren empfohlen und von den Krankenkassen bezahlt – aber höchstens jeder vierte Mann nimmt sie tatsächlich in Anspruch. Dabei kann gerade die regelmäßige Untersuchung der Prostata lebensrettend sein. Jedes Jahr erkranken in Deutschland fast 50.000 Männer an Prostatakrebs, der damit zu den häufigsten Krebsarten bei Männern zählt. Die Möglichkeit zur Prävention wird aktuell heiß diskutiert. Derzeit läuft eine große wissenschaftliche Studie mit weltweit rund 8.000 Patienten, die klären soll, ob eine Therapie mit einem 5-alpha-Reduktasehemmer das Risiko verringert, an Prostata-Krebs zu erkranken – die Studie ist auf 4 Jahre angelegt, erste Ergebnisse werden im April 2009 erwartet.
Bei vielen Männern vergrößert sich die Prostata etwa ab dem 45. Lebensjahr – in den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine gutartige Vergrößerung, in der Fachsprache Benigne Prostatahyperplasie (BPH) genannt. Zu den typischen Beschwerden zählen häufiger Harndrang, auch nachts, und ein schwächer werdender Harnstrahl. Häufig kommt es zu einem Nachtröpfeln und die Harnblase wird nicht vollständig entleert. Im Anfangsstadium der gutartigen Prostata-Vergrößerung können zur Behandlung natürliche Mittel wie Extrakte aus dem Samen des Arzneikürbis geeignet sein.
Die Einnahme solcher Präparate macht jedoch die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Urologen keineswegs überflüssig. Denn nur der Arzt kann feststellen, ob eine gutartige Vergrößerung der Prostata bereits so weit fortgeschritten ist, dass Medikamente eingesetzt werden sollten, welche die Ursache der Erkrankung bekämpfen können. So etwa 5-alpha-Reduktasehemmer, die durch eine Verkleinerung der Prostata eine deutliche Symptomlinderung und Schutz vor möglichen Komplikationen (wie z. B. akuter Harnverhalt) zum Ziel haben. Eine Therapie mit diesen Medikamenten kann das Volumen der Prostata um fast 30 Prozent verringern.
Die regelmäßige Krebsvorsorge im Abstand von zwei Jahren ist auch deswegen so wichtig, weil sich aus einer gutartigen Prostatavergrößerung jederzeit ein Krebs entwickeln kann. Wird ein solcher bösartiger Tumor rechtzeitig erkannt, so verringert sich das Risiko deutlich, daran zu sterben. Ein Besuch beim Urologen wäre deshalb für alle Männer ab 45 ein guter Vorsatz zum Welt-Männertag.
Was ist eine klinische Studie?



