Hoffnung in der Lupus-Therapie

Wölfe und Schmetterlinge haben im normalen Leben fast nichts gemeinsam. Im Fall der seltenen Autoimmunerkrankung systemischer Lupus erythematodes (SLE) jedoch schon: Beide Begriffe stehen für einen bei der Erkrankung typischen Hautausschlag, der sich bei den meisten SLE-Patienten mit rötlichen oder dunklen Flecken im Gesicht ausbreitet und dabei die Form eines Schmetterlings annimmt sowie gleichzeitig dem Biss eines Wolfes ähneln soll. Er wird daher als Schmetterlingsflechte bezeichnet und hat der Krankheit SLE ihren Namen gegeben, denn Lupus ist das lateinische Wort für „Wolf“.

Schätzungen zufolge sind weltweit ca. 5 Millionen Menschen von verschiedenen Arten des Lupus betroffen, einschließlich SLE. Dieser ist mit 70 % der Erkrankungsfälle die häufigste Form des Lupus.

Beim SLE handelt es sich um eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der sich Zellen des Immunsystems gegen den eigenen Körper richten. Daraus resultieren Entzündungsschübe und Schäden z. B. an Haut, Gelenken, Herz, Lunge, Blut, Nieren und Gehirn, die im schlimmsten Fall tödlich enden können. Das Krankheitsmuster ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Bei einem großen Teil der Patienten wechseln sich akute Krankheitsphasen (Schübe) mit Perioden der scheinbaren Gesundheit (komplette oder teilweise Remissionen) ab.1 Weil die Symptome so unterschiedlich und vielfältig sein können, dauert es oft mehrere Jahre, bis die Diagnose SLE gestellt wird.

Lupus ist nicht heilbar
Noch ist nicht ganz verstanden, warum Menschen an Lupus erkranken. Genetische Faktoren und Umwelteinflüsse scheinen jedoch eine Rolle zu spielen. Hauptsächlich tritt Lupus bei Frauen zwischen 15 und 50 Jahren auf und kann durch die Pubertät, eine Geburt oder die Wechseljahre ausgelöst werden. Auch die ethnische Herkunft beeinflusst das Risiko, an Lupus zu erkranken: So sind Frauen afro-amerikanischer, asiatischer oder hispanischer Abstammung, die in westlichen Ländern leben, am stärksten gefährdet.

Eine Heilung für die Erkrankung Lupus gibt es derzeit nicht. Behandeln und damit lindern kann man nur die Symptome. Dies geschieht mit Medikamenten, die eine breite, nicht zielgerichtete Wirkung haben und auch gegen vollkommen andere Erkrankungen eingesetzt werden, wie Entzündungshemmer, Anti-Malaria-Medikamente und Immunsuppressiva. Obwohl sie den Patienten dabei helfen, die aktive Erkrankung zu verbessern, sind immer wieder unvorhersehbare Krankheitsschübe möglich, die in einer erneuten Verschlechterung oder dem Neuauftreten von Symptomen resultieren. Außerdem haben viele der eingesetzten Medikamente Nebenwirkungen, die zum Teil sehr schwer sind und selbst zu Langzeitschäden an Organsystemen führen können. Die Versorgung der Patienten ist damit also nicht optimal.

GSK kooperiert mit HGS im Bereich Lupus-Therapie
Seit über 50 Jahren wurde kein Medikament zur spezifischen Behandlung des SLE von den zuständigen Behörden zugelassen. Deshalb haben GlaxoSmitKline und Human Genome Sciences (HGS) im Jahr 2006 einen Vertrag über die gemeinsame Entwicklung eines neues Behandlungsansatzes geschlossen, um diesem ungedeckten medizinischen Bedarf nachzukommen.

1 U.S. Department of Health and Human Services. Handout on Health: Systemic Lupus Erythematosus. NIH Publication No. 03-4178. August 2003.

Clinical Trial Register

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Fünf Nobelpreise für GlaxoSmithKline-Forscher

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