Welt-COPD-Tag 2008: Atemlos, aber nicht hilflos

Bild einer Schleife

Anfangs glauben viele Patienten, sie hätten nur ein wenig Raucherhusten oder eine besonders hartnäckige Erkältung. Wenn aber der Husten auch nach zwei Wochen noch nicht abklingt, ist es höchste Zeit für einen Besuch beim Arzt – denn hinter chronischem Husten, begleitet von einer ganz allmählich stärker werdenden Atemnot, kann auch eine COPD stecken. Der Welt-COPD-Tag am 19. November hat das Ziel, über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten einer Krankheit aufzuklären, die nach Schätzungen von Experten bis zum Jahre 2020 die dritthäufigste Todesursache weltweit sein wird.

COPD bedeutet wörtlich: Chronic Obstructive Pulmonary Disease. Zu deutsch: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Weltweit ist jeder Zehnte von einer COPD betroffen, 90 Prozent der Erkrankten sind Raucher. Das Motto des Welt-COPD-Tages – „Atemlos, aber nicht hilflos“  – drückt aus, was neuere Forschungen zeigen: Eine medikamentöse Therapie kann das Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamen und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern und erhalten. Wichtig dabei ist jedoch, dass die COPD möglichst früh diagnostiziert und behandelt wird. Denn die chronische Entzündung der Bronchialschleimhaut führt zu Veränderungen des Lungengewebes, die nicht mehr rückgängig zu machen sind – die Entzündung selbst lässt sich jedoch durch entsprechende Medikamente gut eindämmen.

Unbehandelt kann die COPD binnen weniger Jahre zur Invalidität, schlimmstenfalls sogar zum Tod führen. So starben allein im Jahr 2006 mehr als 20.000 Menschen in Deutschland an dieser Erkrankung. Die Entzündung der Atemwege belastet nicht nur die Lunge, sondern hat auch negative Auswirkungen auf das Herz, die Muskulatur, den Stoffwechsel und nicht zuletzt auf die Psyche. Bei rechtzeitiger Diagnose und frühzeitiger Therapie können viele Patienten dagegen noch lange ein normales Leben führen – sie üben ihren Beruf aus und gestalten aktiv ihre Freizeit. Sie treiben maßvollen Sport oder treffen sich mit Freunden, ganz so, wie andere Menschen auch.

Der Welt-COPD-Tag wurde von der international renommierten „Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease“ (GOLD) ins Leben gerufen. Die Wissenschaftler und Ärzte dieser Organisation haben auch die Leitlinien zur Behandlung der COPD entworfen. Nach diesen GOLD-Leitlinien wird eine medikamentöse Therapie bereits ab einem leichten COPD-Schweregrad empfohlen. Wichtig ist aber auch die Ergänzung durch nicht-medikamentöse Methoden. Dazu zählen Raucherentwöhnung, Atemtherapie und Lungensport.

 

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